Cardamine pratensis L., s. l. (Wiesen-Schaumkraut)

Fortpflanzung und Ausbreitung

Reproduktionstyp meist vegetativ, selten Samen [Quelle 1] 15133
Vegetative Ausbreitung manchmal phyllogener Spross 15133
immer Rhizom 15133

Sexuelle Merkmale

Häufigkeitsverteilung der Chromosomenzahlen
Chromosomen Anz. Nachweise
16 154
17 4
18 6
19 3
24 1
28 5
30 119
32 9
33 1
34 1
36 1
38 3
45 1
46 1
Details und Metadaten zu einzelnen Nachweisen von Cardamine pratensis L. s. str. bei Chromosomenzahlen zur Flora von Deutschland. [Quelle S] S2185
Chromosomenzahl (BiolFlor) 1n = 8
2n = 64
[Quelle 7150] 15133
1n = 8
2n = 56
[Quelle 7150] 15133
1n = 8
2n = 40
[Quelle 7150] 15133
1n = 8
2n = 32
[Quelle 12584] 15133
1n = 8
2n = 30
[Quelle 7150] 15133
1n = 7
2n = 28
[Quelle 7150] 15133
1n = 8
2n = 16
[Quelle 7150] 15133
Ploidiegrad octoploid [Quelle 7150] 15133
heptaploid [Quelle 7150] 15133
pentaploid [Quelle 7150] 15133
tetraploid [Quelle 12584] 15133
tetraploid [Quelle 7150] 15133
tetraploid [Quelle 7150] 15133
diploid [Quelle 7150] 15133
Bestäubung (Pollenvektoren) in der Regel Insektenbestäubung [Quelle 1] 15133
immer Insektenbestäubung [Quelle 13219] 15133
nie Selbstbestäubung [Quelle 1] 15133
Blumentyp (nach Kugler 1970) Scheibenblumen, Nektar ± verborgen, Nektarien an der Basis der Staubblätter 15133
Blumenklasse (nach Müller 1881) Blumen mit völlig verborgenem Nektar 15133
Bestäuber Bienen, Hummeln, Wespen, Bombyliden, Syrphiden 15133
Belohnung für Bestäuber vorhanden Nektar [Quelle 1] 15133
Befruchtungstyp xenogam obligate Fremdbefruchtung; die Gameten stammen von verschiedenen Sporophyten. 15133
Apomixis n.b. Apomixistyp wurde nicht bewertet. 15133
Diklinie (räumliche Geschlechtertrennung) immer synözisch (hermaphroditisch) alle Blüten zwittrig. 15133
Dichogamie (zeitliche Geschlechtertrennung) protogyn Blüten sind zuerst weiblich, später männlich; Grad der Überlappung der Geschlechter ist unklar. 15133
leicht protogyn Blüten sind zuerst weiblich, danach auch männlich, mit deutlicher Überlappung der Geschlechter. 15133
homogam Blüten sind gleichzeitig männlich und weiblich. 15133
SI-Mechanismus Sporophytische Selbst-Inkompatibilität Die Pollenkeimung wird auf der Stigmaoberfläche verhindert, wenn eines der beiden elterlichen Allele einem der im Stigma exprimierten Allele entspricht.
[Quelle ]
15133
SI-Reaktion selbstinkompatibel Selbstbefruchtung und Samenansatz wird durch genetisch festgelegte Mechanismus verhindert.
[Quelle 7368]
15133
selbstinkompatibel Selbstbefruchtung und Samenansatz wird durch genetisch festgelegte Mechanismus verhindert.
[Quelle 13684]
15133
selbstinkompatibel Selbstbefruchtung und Samenansatz wird durch genetisch festgelegte Mechanismus verhindert.
[Quelle 15185]
15133

Ausbreitung und Keimung

Ausbreitungstyp Anemochorie Ausbreitung durch den Wind. 15133
Autochorie Ausbreitung durch Bewegungen der Mutterpflanzen oder der Diasporen. 15133
Epichorie Klett- und Klebausbreitung auf der Oberfläche von Tieren. 15133
Fruchttyp Schote trockene Streufrucht, bei der sich zwei Klappen von einem Rahmen (Replum) ablösen, der die Samen trägt. 15133
Diasporentyp (Ausbreitungseinheit) Same generatives Fortpflanzungsorgan der Spermatophyten, welches stets den Embryo, zumeist auch Nährgewebe enthält und von einer Hülle (Testa) umgeben ist. 15133
Germinulentyp (Keimungsheinheit) Same: nicht heteromorph
manchmal: Ausbildung flächiger Anhänge
15133

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Quellen (vollständige Liste für die Seite Fortpflanzung und Ausbreitung unter Datenquellen):

  • [Quelle S] Paule et al. (2017): Chromosome numbers of the flora of Germany – a new online database of georeferenced chromosome counts and flow cytometric ploidy estimates. Plant Syst. Evol. 303(8):1123-1129, doi:10.1007/s00606-016-1362-y.

    Zusätzlich zu den oben stehenden Angaben bietet das kontinuierlich aktualisierte Portal Chromosomenzahlen zur Flora von Deutschland durchflusszytometrische Ploidiestufen-Messungen, so wie Details zur Sammellokalität, zum untersuchten Pflanzenmaterial, und zur Ursprungspublikation.

  • [Quelle 1] Knuth, P. (1898): Handbuch der Blütenbiologie. Leipzig
  • [Quelle 7150] Oberdorfer, E. (1983): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Ulmer, Stuttgart
  • [Quelle 12584] Dobes, C., Vitek, E. (2000): Documented chromosome number checklist of Austrian vascular plants. Verlag des Naturhistorischen Museums Wien, Wien
  • [Quelle 13219] Proctor, M.C.F., Yeo, P., Lack, A. (1996): The natural history of pollination. HarperCollins Publishers, London
  • [Quelle ] de Nettancourt, D. (1977): Incompatibility in angiosperms. Springer, Berlin
  • [Quelle 7368] East, E.M. (1940): The distribution of self-sterility in the flowering plants. Proceedings of the American Philosophical Society 82:449-518
  • [Quelle 13684] Bateman, A.J. (1955): Self-incompatibility systems in angiosperms. III. Cruciferae. Heredity 9:53-68
  • [Quelle 15185] Hildebrand, F.H. (1896): Über Selbststerilität bei einigen Cruciferen. Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft 14:324-327

Namen in den Ursprungspublikationen: