Alliaria petiolata (M. Bieb.) Cavara & Grande (Lauchhederich)

Lebensraum und Ökologie

Standort Wald- u. Gebüschsäume, Hecken, halbschattige Wegränder, nährstoffanspruchsvoll R280
Ökologische Zeigerwerte L5 T6 K3 R7 F5- N9 S0 M- E1
Lichtzahl 5 Halbschattenpflanze: nur ausnahmsweise im vollen Licht, meist aber bei mehr als 10 % r. B.
Temperaturzahl 6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin)
Kontinentalitätszahl 3 ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend)
Reaktionszahl 7 Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden
Feuchtezahl 5 Frischezeiger: Schwergewicht auf mittelfeuchten Böden
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 9 übermäßiger Stickstoffzeiger: an übermäßig N-reichen Standorten konzentriert (Viehlägerpflanze, Verschmutzungszeiger)
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Laub- und Tannenwälder mittlerer Standorte
  • Schwerpunktvorkommen: nährstoffreiche Stauden- und ausdauernde Unkrautfluren
  • Hauptvorkommen: Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Ordnung: Glechometalia hederaceae Tx. in Tx. et Brun-H. 1975
Biotoptyp Wald- und Gehölzsäume hypertropher Standorte
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Wald- und Gehölzsäume sehr nährstoffreicher (hypertropher), im Regelfall eutrophierter Standorte, z.B. durch Nährstoffeinträge angrenzender landwirtschaftlicher Nutzflächen (Düngereintrag) oder in Naherholungsgebieten.
Wald- und Gehölzsaum hypertropher, trocken-warmer Standorte
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Eutrophierter bzw. hypertropher Waldsaum trocken-warmer Standorte, z.B. mit Alliaria petiolata (Knoblauchrauke), Urtica dioica (Große Brennessel) oder Chaerophyllum temulum (Hecken-Kälberkropf); oft im Kontakt zu Robinie (Robinia pseudacacia) infolge Stickstofffixierung in Rebbaugebieten, oder durch Eutrophierung aus trocken-warmen oligo- bis mesotrophen Innen- und Außensäumen z.B. in Naherholungswäldern oder städtischen Wäldern entstanden. Ruderalarten wie z.B. Artemisia vulgaris (Gewöhnlicher Beifuß) können beigemischt sein.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • BERGLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: an Waldrändern und Waldlichtungen
  • TIEFLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: an Waldrändern und Waldlichtungen
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) mäßig urbanophob Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. BF1
Ökologischer Strategietyp cr (Konkurrenz-Ruderal-Strategen) Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Ruderal-Strategen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Alliaria petiolata (M. Bieb.) Cavara & Grande.
  • Name in Ellenberg/Weber: Alliaria petiolata.
  • Name in BiolFlor: Alliaria petiolata.