Betonica officinalis L. (Gewöhnliche Betonie)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Wechseltrockne bis -feuchte, extensiv genutzte Magerrasen, Halbtrockenrasen, Moorwiesen, lichte LaubmischW u. ihre Säume, basenhold | R826 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 T6 K5 Rx Fxw N3 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 6 | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin) | |
| Kontinentalitätszahl | 5 | intermediär: schwach subozeanisch bis schwach subkontinental | |
| Reaktionszahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtezahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtewechsel | w | Zeiger für starke Feuchtewechsel | |
| Stickstoffzahl | 3 | Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Verband: Molinion caeruleae W.Koch 1926 | ||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Molinietalia caeruleae W.Koch 1926 | |||
| Hauptvorkommen in Klasse: Nardo-Callunetea Prsg 1949 (wechselfeuchte Ausbildungen) | |||
| Hauptvorkommen in Klasse: Trifolio-Geranietea sanguinei Th. Müll. 1961 (wechselfeuchte Ausbildungen) | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Mesobromion erecti Br.-Bl. et Moor 1938 em. Oberd. 1957 (wechselfeuchte Ausbildungen) | |||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Quercetalia robori-petraeae Br.-Bl. 1932 (wechselfeuchte Ausbildungen) | |||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Quercetalia pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1931 (wechselfeuchte Ausbildungen) | |||
| Biotoptyp |
Pfeifengraswiesen (auf mineralischen und organischen Böden) [Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Durch späte Mahd im September/Oktober (Streumahd) auf wechselfeuchten, ungedüngten Standorten entstandenes artenreiches Grünland mit Pfeifengras (Molinia caerulea); v.a. in den großen Stromtälern und im Gebirge; außerdem Feuchtgrünlandbrachen mit Pfeifengras. | |
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Pfeifengraswiese auf kalkreichem Standort [Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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Brenndolden-Auenwiesen [Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Auenwiesen wechselfeuchter bis -nasser Standorte im Überflutungs- oder Qualmwasserbereich mit Brenndolden-Gesellschaften (Cnidion dubii) und meist extensiver Bewirtschaftung. Verbreitet in Stromtälern unter subkontinentalem Klimaeinfluss; z.B. im Elbtal, im Saale- und Odertal, kleinflächig auch im Oberrhein- und Maintal. Kennzeichnende Arten sind u.a. Cnidium dubium (Brenndolde), Allium angulosum (Kantiger Lauch)oder Gratiola officinalis (Gottes-Gnadenkraut). | ||
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Sonstiges extensives Feucht- und Nassgrünland in höheren Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Montanes bis hochmontanes, artenreiches, oft von Bächen durchzogenes Feucht- und Nassgrünland, häufig von Binsenarten (Juncus spp.) geprägt; typisch sind extensive Beweidung (< 1 GVE/ha), oder extensive Mahd (1- bis 2-maliger Schnitt, später Erstschnitt), geringe Düngung (Erhaltungsdüngung) und weitgehend fehlender Pestzideinsatz. Eine weitere Differenzierung ist v.a. nach Kalkgehalt des Bodens möglich: z.B. Bachdistelwiesen auf kalkreichen Standorten, Silikat-Binsenwiese auf silikatischen Standorten. | ||
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | m: mesohemerob - o: oligohemerob | mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanophob | Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | c (Konkurrenz-Strategen) | Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. | BF1 |
Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:
- Betonica officinalis L.
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Betonica officinalis L..
- Name in Ellenberg/Weber: Betonica officinalis.
- Name in BiolFlor: Betonica officinalis.
