Solanum dulcamara L. (Bittersüßer Nachtschatten)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Moor-, Bruch- u. SumpfW, Gräben, Röhrichte, mäßig trockne Gebüsche, nährstoffanspruchsvoll | R5661 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 T5 Kx Rx F8w N8 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 5 | Mäßigwärmezeiger: in tiefen bis in montanen Lagen vorkommend (Schwergewicht in submontan-temperaten Bereichen) | |
| Kontinentalitätszahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Reaktionszahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtezahl | 8 | Feuchte- bis Nässezeiger: zwischen 7 und 9 stehend | |
| Feuchtewechsel | w | Zeiger für starke Feuchtewechsel | |
| Stickstoffzahl | 8 | ausgesprochener Stickstoffzeiger: zwischen 7 und 9 stehend | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Schwerpunktvorkommen in Unterklasse: Galio-Urticenea (Pass.1967) Th. Müll. | ||
| Schwerpunktvorkommen in Klasse: Phragmitetea Tx. et Prsg 1942 | |||
| Schwerpunktvorkommen in Klasse: Epilobietea angustifolii Tx. et Prsg. in Tx. 1950 (gestörte Ausbildungen) | |||
| Biotoptyp |
Weichholzauenwälder [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Auenwald an Flüssen und Strömen des Tief- und Berglandes mit natürlicherweise regelmäßigen, längerfristigen Überflutungen; zumeist auf kiesig-sandigen, aufgrund der Sedimentation von Schwebstoffen bei Überflutungen nährstoffreichen Standorten mit starken Wasserstandsschwankungen; natürlicherweise sind in der Baumschicht überwiegend schmalblättrige Weiden (Silberweide [Salix alba], Bruchweide [Salix fragilis] und deren Bastarde) und nur vereinzelt Schwarzpappel (Populus nigra) vertreten. | |
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Tideauenwälder [Rote Liste: 1 (von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Sonderausbildungen von Auenwäldern an Flussunterläufen mit Tide- und teilweise Brackwassereinfluss (Ästuar); die typischen Überstauungen werden hier regelmäßig durch Gezeitenhochwässer verursacht und können je nach Abstand zur Mittelwasserlinie täglich oder mit mehrtägigem Zwischenintervallen stattfinden; in Deutschland kommen nur noch Reliktbestände an Elbe, Weser und Ems vor, die teilweise auch im Bereich des Süßwasserwatts liegen. | ||
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - c: a-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob - p: polyhemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen - polyhemerob: Arten der Sonderkulturen (z. B. Obst, Wein und Ackerfruchtfolgen mit stark selektierter Beikrautflora), Abfalldeponien, Abraumhalden, Trümmerschuttflächen (nur der ersten Sukzessionsstadien, dann Übergang zu a-euhemerob), teilversiegelte Flächen (z. B. gepflasterte Wege, geschotterte Gleisanlagen); Biozönose stark dezimiert; Biotop anhaltend stark verändert. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanoneutral | keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | c (Konkurrenz-Strategen) | Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Solanum dulcamara L..
- Name in Ellenberg/Weber: Solanum dulcamara.
- Name in BiolFlor: Solanum dulcamara.
