Silene vulgaris (Moench) Garcke (Gewöhnliches Leimkraut)

Lebensraum und Ökologie

Standort Alp. Steinschuttfluren, Schwermetallhalden, gestörte Halbtrockenrasen, mäßig frische Rud.: Wegränder, Bahnanlagen, Gebüschsäume R20067
Ökologische Zeigerwerte L8 Tx Kx R7 F4w N2 S0 Mb E1
Lichtzahl 8 Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B.
Temperaturzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Kontinentalitätszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Reaktionszahl 7 Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden
Feuchtezahl 4 Trocknis- bis Frischezeiger: zwischen 3 und 5 stehend
Feuchtewechsel w Zeiger für starke Feuchtewechsel
Stickstoffzahl 2 Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger: zwischen 1 und 3 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz b mäßig schwermetallresistent
Formation keiner Formation zugeordnet
Bindung an Pflanzengesellschaften Schwerpunktvorkommen in Verband: Mesobromion erecti Br.-Bl. et Moor 1938 em. Oberd. 1957
Hauptvorkommen in Verband: Geranion sanguinei Tx. in Th. Müll. 1961
Hauptvorkommen in Verband: Stipion (Achnatherion) calamagrostis Jenny-Lips 1930
Hauptvorkommen in Verband: Dauco-Melilotion Görs 1966
Biotoptyp Natürlicher und halbnatürlicher Schwermetallrasen (natürliche und sekundär naturnah entwickelte Standorte)
[Rote Liste: 1 (von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Natürliche und halbnatürliche Schwermetallrasen kommen nur sehr kleinflächig auf primär schwermetallreichem Gestein oder auf älteren Abraumhalden vor und zeichnen sich durch zahlreiche endemische Pflanzenarten (Armeria halleri, Viola guestphalica, V. calaminaria u.a.) aus.
Schwermetallrasen junger Abraumhalden des Bergbaus
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Schwermetallrasen junger Abraumhalden sind selbst nach Jahrzehnten erst mit wenigen Pionierarten (artenarm) oder sehr lückig bewachsen. Junge vegetationsfreie Abraumhalden des Bergbaus vgl. 32.11.01.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - m: mesohemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) mäßig urbanophob Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Silene vulgaris (Moench) Garcke.
  • Name in Ellenberg/Weber: Silene vulgaris (inflata).
  • Name in BiolFlor: Silene vulgaris.