Ranunculus bulbosus L. (Knolliger Hahnenfuß)

Lebensraum und Ökologie

Standort Trockne Wiesen, Halbtrockenrasen, mäßig trockne Rud.: Böschungen, Dämme, basenhold R4717
Ökologische Zeigerwerte L8 T6 K3 R7 F3- N3 S0 M- E1
Lichtzahl 8 Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B.
Temperaturzahl 6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin)
Kontinentalitätszahl 3 ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend)
Reaktionszahl 7 Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden
Feuchtezahl 3 Trockniszeiger: auf trockenen Böden häufiger als auf frischen, auf feuchten fehlend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 3 Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Frischwiesen und -weiden
  • Schwerpunktvorkommen: Trocken- und Halbtrockenrasen
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Verband: Mesobromion erecti Br.-Bl. et Moor 1938 em. Oberd. 1957
Hauptvorkommen in Verband: Arrhenatherion elatioris W.Koch 1926 (mäßig trocken-warme Ausbildungen)
Biotoptyp Halbtrockenrasen auf karbonatischem oder sonstigem basenreichen Untergrund
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Submediterrane Halbtrockenrasen auf karbonatischem oder sonstigem basenreichen Boden
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Halbtrockenrasen mit submediterranen oder dealpinen Florenelementen und unter submediterran-subatlantischem Klimaeinfluss; meist auf flachgründigen Böden (meist A-C-Böden, Rendzina) über karbonatischen Gesteinen, z.B. Kalken, Dolomiten, Kalkschutt, seltener über basenreichen Vulkaniten. Kennzeichnede Arten sind z.B. Wiesen-Esparsette (Onobrychis viciifolia), Bocksriemenzunge (Himantoglossum hirciunum), Ragwurz (Ophris-Arten), Hundswurz (Anacamptis pyramidalis), Knabenkräuter (Orchis spp.), Nickende Distel (Carduus defloratus), Tauben-Scabiose (Scabiosa columbaria). Besonders artenreich in den südwestdeutschen Kalkgebieten (submediterrane Halbtrockenrasen, Mesobromion) ausgebildet, oft orchideenreich (dann prioritäre Ausbildung des Lebensraumtyps 6210 nach FFH-Richtlinie).
Bindung an Wald keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) mäßig urbanophob Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Ranunculus bulbosus L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Ranunculus bulbosus.
  • Name in BiolFlor: Ranunculus bulbosus.