Lolium perenne L. (Ausdauernder Lolch)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Frische, intensiv genutzte Weiden, seltener auch Wiesen (in Ansaaten bes. für Sport- u. Parkrasen), mäßig frische bis frische Rud.: Weg- u. Straßenränder, Trittstellen; Äcker, bes. Klee, nährstoffanspruchsvoll | R3485 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L8 T6 K3 R7 F5- N7 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 8 | Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 6 | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin) | |
| Kontinentalitätszahl | 3 | ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend) | |
| Reaktionszahl | 7 | Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden | |
| Feuchtezahl | 5 | Frischezeiger: Schwergewicht auf mittelfeuchten Böden | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 7 | Stickstoffreichtumzeiger: an N-reichen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-ärmeren Standorten | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart schwach in Assoziation: Lolio-Cynosuretum Br.-Bl. et De L. 1936 em. Tx. 1937 | ||
| Hauptvorkommen in Verband: Polygonion avicularis Br.-Bl. 1931 ex Aich. 1933 | |||
| Biotoptyp |
Artenreiches, frisches Grünland in höheren Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Artenreiches Grünland grundwasserferner Standorte der höheren Lagen (montane bis hochmontane Stufe) der Mittelgebirge und der Alpen; kennzeichnend sind auf Hochlagen beschränkte Arten wie z.B. Bärwurz (Meum athamanthicum), Frauenmantel (Gattung Alchemilla), Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus) u.a.. Bei den Gräsern tritt Glatthafer (Arrhenatherum elatius) zugunsten anderer Arten wie Goldhafer (Trisetum flavescens) zurück. | |
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Artenreiche, frische (Mäh-)Weide in höheren Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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Artenreiches, frisches Grünland in tieferen Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Hierzu gehören die artenreichen, früher allgemein verbreiteten Glatthaferwiesen als Mähwiesen grundwasserferner Standorte mit guter Nährstoffversorgung in tieferen Lagen (planare bis submontane Stufe). Nach Norden verarmen die Bestände und mit zunehmender Höhe tritt ein Wechsel zum Biotoptyp 34.07.02 auf. Auf beweideten Standorten entspricht dies den Weidelgrasweiden. Das artenreiche frische Grünland kommt in vielen Gegenden auch in Kombination mit Streuobst vor (Streuobstwiesen 41.06.01). | ||
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Artenreiche, frische (Mäh-)Weide in tieferen Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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Intensiv genutztes, frisches Dauergrünland [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Durch intensive Nutzung entstandenes artenarmes, von Süßgräsern dominiertes Grünland. Intensivgrünland entsteht durch Intensivierung von Borstgrasrasen (34.06) und artenreichem Grünland frischer Standorte (34.07), z.B. durch Silomahd, Gülleaufbringung, starke Überbeweidung, Umbruch oder Ansaat. Meist hoher Dünger- und Pestizideinsatz, oft auch mit Nachsaat von Gräsern. | ||
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Unbefestigter Weg [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Unbefestigter Rad- und Fußweg bzw. Pfad mit offenem, stellenweise verdichtetem Boden. Selten benutzte Wege mit zeitweise wassergefüllten "Schlaglöchern" haben fallweise eine begrenzte Ersatzlebensraumfunktion für die Besiedler von z.B. Pioniergewässern oder terrestrischen, vegetationsfreien Biotoptypen. Hierzu zählen auch selten befahrene Feld- und Forstwege (vgl. unbefestigte Straße/ Feld- und Forstweg [52.01.06]), welche die o.g. Strukturen aufweisen. | ||
| Bindung an Wald | keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet | ||
| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - c: a-euhemerob - m: mesohemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanoneutral | keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | c (Konkurrenz-Strategen) | Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Lolium perenne L..
- Name in Ellenberg/Weber: Lolium perenne.
- Name in BiolFlor: Lolium perenne.
