Helleborus foetidus L. (Stinkende Nieswurz)

Lebensraum und Ökologie

Standort Warme, mäßig trockne Eichen- u. BuchenW, Trockengebüsche, Waldsäume, kalkhold R2801
Ökologische Zeigerwerte L5 T7 K2 R8 F4- N3 S0 M- E1
Lichtzahl 5 Halbschattenpflanze: nur ausnahmsweise im vollen Licht, meist aber bei mehr als 10 % r. B.
Temperaturzahl 7 Wärmezeiger: im nördlichen Mitteleuropa nur in relativ warmen Tieflagen
Kontinentalitätszahl 2 ozeanisch: Schwergewicht in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa
Reaktionszahl 8 Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend
Feuchtezahl 4 Trocknis- bis Frischezeiger: zwischen 3 und 5 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 3 Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Laub- und Tannenwälder mittlerer Standorte
  • Nebenvorkommen: Staudensäume trockenwarmer Standorte
  • Hauptvorkommen: Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart schwach in Verband: Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932
Schwerpunktvorkommen in Verband: Berberidion Br.-Bl. 1950
Schwerpunktvorkommen in Verband: Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932
Hauptvorkommen in Verband: Carpinion Issl. 1931 em Oberd. 1953 (warme Ausbildungen)
Hauptvorkommen in Verband: Fagion sylvaticae Pawl. 1928
Hauptvorkommen in Unterverband: Cephalanthero-Fagenion Tx. 1955
Biotoptyp Subkontinentaler Eichen-Hainbuchenwald
[Rote Liste: 2 (stark gefährdet)]
Mischwälder auf nährstoffreichen Lehmböden der Moränen oder kalkreichen Geschiebemergelböden vorwiegend der (sub-)kontinental geprägten Trockengebiete; mit z.B. Winterlinde (Tilia cordate), Hainbuche (Carpinus betulus) und wärmebedürftigen Arten in der Strauch- und Krautschicht.
Bindung an Wald
  • ALPEN: keine Waldbindung in dieser Großregion
  • BERGLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
  • TIEFLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp cs (Konkurrenz-Stress-Strategen) Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Stress-Strategen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Helleborus foetidus L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Helleborus foetidus.
  • Name in BiolFlor: Helleborus foetidus.