Daphne mezereum L. (Gewöhnlicher Seidelbast)

Lebensraum und Ökologie

Standort (Sicker)Frische Laub- u. NadelmischW, Gebüsche, subalp. Hochstaudenfluren, kalkhold, nährstoffanspruchsvoll R1881
Ökologische Zeigerwerte L4 Tx K4 R7 F5- N5 S0 M- E1
Lichtzahl 4 Schatten- bis Halbschattenpflanze: zwischen 3 und 5 stehend
Temperaturzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Kontinentalitätszahl 4 subozeanisch: Schwergewicht in Mitteleuropa, z. T. auch in Osteuropa
Reaktionszahl 7 Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden
Feuchtezahl 5 Frischezeiger: Schwergewicht auf mittelfeuchten Böden
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 5 Mäßigstickstoffzeiger: mäßig N-reiche Standorte anzeigend, seltener auf N-armen und N-reichen
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Bruch- und Auenwälder
  • Hauptvorkommen: Hochstaudenfluren und Gebüsche der Gebirge
  • Schwerpunktvorkommen: Laub- und Tannenwälder mittlerer Standorte
  • Nebenvorkommen: Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart schwach in Ordnung: Fagetalia sylvaticae Pawl. 1928
Schwerpunktvorkommen in Verband: Fagion sylvaticae Pawl. 1928
Schwerpunktvorkommen in Verband: Carpinion Issl. 1931 em Oberd. 1953
Hauptvorkommen in Verband: Adenostylion alliariae Br.-Bl. 1925
Hauptvorkommen in Verband: Alno-Ulmion Br.-Bl. et Tx. 1943 (Alno-Padion Knapp 1948)
Biotoptyp Buchenwald basenreicher Standorte der planaren bis submontanen Stufe
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Bindung an Wald
  • ALPEN: Strauchschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
  • BERGLAND: Strauchschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
  • TIEFLAND: Strauchschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
Hemerobie (menschlicher Einfluss) a: ahemerob - o: oligohemerob ahemerob: Arten der Fels-, Moor- sowie Tundrenregionen in manchen Teilen Europas; in Mitteleuropa nur Teile des Hochgebirges - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp c (Konkurrenz-Strategen) Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Daphne mezereum L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Daphne mezereum.
  • Name in BiolFlor: Daphne mezereum.