Convolvulus arvensis L. (Acker-Winde)

Lebensraum und Ökologie

Standort Rud. Xerothermrasen, mäßig trockne bis wechselfeuchte Rud., nährstoffreichere Äcker, Gärten, Weinberge R1632
Ökologische Zeigerwerte L7 T6 Kx R7 F4- Nx S0 M- E1
Lichtzahl 7 Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B.
Temperaturzahl 6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin)
Kontinentalitätszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Reaktionszahl 7 Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden
Feuchtezahl 4 Trocknis- bis Frischezeiger: zwischen 3 und 5 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Äcker und kurzlebige Unkrautfluren
  • Nebenvorkommen: Fels-, Mauer- und Geröllfluren außerhalb der Hochgebirge
  • Schwerpunktvorkommen: halbruderale Queckenrasen trockenwarmer Standorte
  • Hauptvorkommen: Kriech- und Trittrasen
  • Hauptvorkommen: nährstoffreiche Stauden- und ausdauernde Unkrautfluren
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart schwach in Assoziation: Convolvulo arvensis-Agropyretum repentis Felf. 1943
Kennart in Verband: Convolvulo-Agropyrion Görs 1966
Biotoptyp Sonstige kleine Freifläche mit sonstiger Ruderalvegetation
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Andere kleine Freifläche mit nur fragmentarisch oder sonstiger untypisch ausgebildeter Ruderalvegatation im dörflichen und städtischen Bereich (z.B. Brombeergebüsche).
Junge, sich selbst überlassene oder in Aufschüttung befindliche Halde mit bindigem Substrat
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Derzeit ungenutzte oder in Aufschüttung befindliche Halde von bindigem Substrat (Aushub im Zuge von Tief- und Hochbau, Oberboden im Bereich von Entnahmestellen usw.); weitgehend vegetationsfrei, höchstens einzelne Pionierpflanzen. Bei zunehmender Besiedlung durch höhere Pflanzen vgl. Ruderalstandorte auf bindigem Boden (vgl. 39.06.02.02).
Bindung an Wald keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - c: a-euhemerob - m: mesohemerob - p: polyhemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - polyhemerob: Arten der Sonderkulturen (z. B. Obst, Wein und Ackerfruchtfolgen mit stark selektierter Beikrautflora), Abfalldeponien, Abraumhalden, Trümmerschuttflächen (nur der ersten Sukzessionsstadien, dann Übergang zu a-euhemerob), teilversiegelte Flächen (z. B. gepflasterte Wege, geschotterte Gleisanlagen); Biozönose stark dezimiert; Biotop anhaltend stark verändert. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanoneutral keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. BF1
Ökologischer Strategietyp cr (Konkurrenz-Ruderal-Strategen) Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Ruderal-Strategen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Convolvulus arvensis L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Convolvulus arvensis.
  • Name in BiolFlor: Convolvulus arvensis.