Carex flacca Schreb. (Blaugrüne Segge)

Lebensraum und Ökologie

Standort Wechseltrockne Halbtrockenrasen, wechselfeuchte bis nasse Streuwiesen, Niedermoore u. Dünentäler, Rud.: Wegränder, Bahndämme, Tongruben; lichte Wälder, kalkhold R1216
Ökologische Zeigerwerte L7 Tx K3 R8 F6w Nx S1 M- E1
Lichtzahl 7 Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B.
Temperaturzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Kontinentalitätszahl 3 ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend)
Reaktionszahl 8 Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend
Feuchtezahl 6 Frische- bis Feuchtezeiger: zwischen 5 und 7 stehend
Feuchtewechsel w Zeiger für starke Feuchtewechsel
Stickstoffzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Salzzahl 1 salzertragend: meist auf salzarmen bis salzfreien Böden, gelegentlich auf leicht salzhaltigen Böden (0–0,1 % Cl−)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Feuchtwiesen
  • Nebenvorkommen: Laub- und Tannenwälder mittlerer Standorte
  • Hauptvorkommen: nährstoffarme Moore und Moorwälder
  • Hauptvorkommen: Trocken- und Halbtrockenrasen
  • Hauptvorkommen: Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte
  • Nebenvorkommen: Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen
Bindung an Pflanzengesellschaften Schwerpunktvorkommen in Verband: Molinion caeruleae W.Koch 1926
Schwerpunktvorkommen in Verband: Mesobromion erecti Br.-Bl. et Moor 1938 em. Oberd. 1957 (wechselfrische Ausbildungen)
Hauptvorkommen in Verband: Seslerion albicantis Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926
Hauptvorkommen in Verband: Caricion davallianae Klika 1934
Hauptvorkommen in Ordnung: Fagetalia sylvaticae Pawl. 1928 (warme, basenreiche Ausbildungen)
Hauptvorkommen in Ordnung: Quercetalia pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1931 (warme, basenreiche Ausbildungen)
Biotoptyp Kalk-Kiefernwald auf Schotterflächen und Schwemmkegeln
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Kiefernwald mit i.d.R. lichter, artenreicher Strauch- und Krautschicht auf Schwemmkegeln oder (Kalk)-Schotterflächen mit Vorkommen von Pinus mugo (Bergkiefer) oder Pinus x rhaetica (Hybrid zwischen Bergkiefer und Waldkiefer), z.B. als Schneeheide-Kiefernwald der submontanen bis hochmontanen Stufe ausgebildet.
Sonstiger (wechsel)feuchter Kiefern- bzw. Birken-/Kiefernwald (z.B. auf Mergel)
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Kiefern- und Kiefern-Birkenmischwald auf wechselfeuchten bis wechseltrockenen Mergelstandorten der submontanen bis montanen Stufe. Krautschicht i.d.R. von hochwüchsigen Gräsern geprägt (z.B. Pfeifengras [Molinia caerulea, Molinia arundinacea], Calamagrostis varia [Buntes Reitgras]).
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Carex flacca Schreb..
  • Name in Ellenberg/Weber: Carex flacca (glauca).
  • Name in BiolFlor: Carex flacca.