Ajuga reptans L. (Kriech-Günsel)

Fortpflanzung und Ausbreitung

Reproduktionstyp Samen und vegetativ [Quelle 14909] 141
Vegetative Ausbreitung immer Ausläufer 141

Sexuelle Merkmale

Häufigkeitsverteilung der Chromosomenzahlen
Chromosomen Anz. Nachweise
32 1
Details und Metadaten zu einzelnen Nachweisen von Ajuga reptans L. bei Chromosomenzahlen zur Flora von Deutschland. [Quelle S] S3123
Chromosomenzahl (BiolFlor) 1n = 8
2n = 32
[Quelle 7150] 141
Ploidiegrad tetraploid [Quelle 7150] 141
Bestäubung (Pollenvektoren) in der Regel Insektenbestäubung [Quelle 1] 141
bei ausbleib. Fremdbest. Selbstbestäubung [Quelle 1] 141
Blumentyp (nach Kugler 1970) Eigentliche Lippenblumen 141
Blumenklasse (nach Müller 1881) Hummelblumen 141
Bestäuber Hummeln 141
Belohnung für Bestäuber vorhanden Nektar [Quelle 1] 141
Befruchtungstyp gemischte Befruchtung sowohl Selbst- als auch Fremdbefruchtung sind häufig. 141
Apomixis n.b. Apomixistyp wurde nicht bewertet. 141
Diklinie (räumliche Geschlechtertrennung) in der Regel synözisch (hermaphroditisch) alle Blüten zwittrig. 141
Dichogamie (zeitliche Geschlechtertrennung) homogam Blüten sind gleichzeitig männlich und weiblich. 141
SI-Mechanismus Inzuchtdepression Bei Selbstbefruchtung wirken sich schädiche Allele verstärkt aus und führen besonders während der Samenentwicklung, Keimung und Etablierungsphase zu erhöhter Mortalität.
[Quelle ]
141
SI-Reaktion ± selbstkompatibel Selbstbefruchtung führt meist zum Samenansatz.
[Quelle 1]
141
selbstkompatibel Selbstbefruchtung führt erfolgreich zum Samenansatz.
[Quelle 15046]
141

Ausbreitung und Keimung

Ausbreitungstyp Autochorie Ausbreitung durch Bewegungen der Mutterpflanzen oder der Diasporen. 141
Fruchttyp Bruchfrucht Trockenfrucht aus einem oder zwei Fruchtblättern, die durch Spaltung falscher Scheidewände quer in mehrere stets einsamige, geschlossen bleibende Teilfrüchte zerfällt, d.h. die Teilfrüchte bestehen nur aus Fragmenten eines oder mehrerer Fruchtblätter. 141
Diasporentyp (Ausbreitungseinheit) Teilfrucht meist einsamiges und geschlossen bleibendes Fragment von Zerfallfrüchten, bestehend aus einem vollständigen Fruchtblatt oder aus Teilen eines oder mehrerer Fruchtblätter. 141
Germinulentyp (Keimungsheinheit) Teilfrucht: nicht heteromorph
immer: Ausbildung nährstoffreicher Anhänge
141

Quellen (vollständige Liste für die Seite Fortpflanzung und Ausbreitung unter Datenquellen):

  • [Quelle S] Paule et al. (2017): Chromosome numbers of the flora of Germany – a new online database of georeferenced chromosome counts and flow cytometric ploidy estimates. Plant Syst. Evol. 303(8):1123-1129, doi:10.1007/s00606-016-1362-y.

    Zusätzlich zu den oben stehenden Angaben bietet das kontinuierlich aktualisierte Portal Chromosomenzahlen zur Flora von Deutschland durchflusszytometrische Ploidiestufen-Messungen, so wie Details zur Sammellokalität, zum untersuchten Pflanzenmaterial, und zur Ursprungspublikation.

  • [Quelle 14909] Krumbiegel, A. (2002): Morphologie der vegetativen Organe (außer Blätter). In: Klotz, S., Kühn, I., Durka, W. (Hrsg.) BiolFlor - Biologisch-ökologische Daten zur Flora Deutschlands, S. 1-2, Bonn
  • [Quelle 7150] Oberdorfer, E. (1983): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Ulmer, Stuttgart
  • [Quelle 1] Knuth, P. (1898): Handbuch der Blütenbiologie. Leipzig
  • [Quelle ] Knuth, P. (1898): Handbuch der Blütenbiologie. Leipzig
  • [Quelle 15046] Owens, S.J., Ubera-Jimenez, J.L. (1992): Breeding systems in Labiatae. In: Harley, R.M., Reynolds, T. (Hrsg.) Advances in Labiatae Science, S. 257-280, Kew, London

Namen in den Ursprungspublikationen: