Bupleurum falcatum L. (Sichel-Hasenohr)

Lebensraum und Ökologie

Standort Trocken- u. Halbtrockenrasen, Gebüsch- u. Wsäume, TrockenW, kalkstet R946
Ökologische Zeigerwerte L6 T6 K6 R9 F3- N3 S0 M- E1
Lichtzahl 6 Halbschatten- bis Halblichtpflanze: zwischen 5 und 7 stehend, selten bei weniger als 20 % r. B.
Temperaturzahl 6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin)
Kontinentalitätszahl 6 subkontinental: Schwergewicht im östlichen Mitteleuropa und Osteuropa
Reaktionszahl 9 Basen- und Kalkzeiger: stets auf kalkreichen Böden
Feuchtezahl 3 Trockniszeiger: auf trockenen Böden häufiger als auf frischen, auf feuchten fehlend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 3 Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Nebenvorkommen: halbruderale Queckenrasen trockenwarmer Standorte
  • Hauptvorkommen: Staudensäume trockenwarmer Standorte
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Verband: Geranion sanguinei Tx. in Th. Müll. 1961
Hauptvorkommen in Verband: Erico-Pinion Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939
Hauptvorkommen in Verband: Convolvulo-Agropyrion Görs 1966
Biotoptyp Wald- und Gehölzsaum kalkreicher, oligo- bis eutropher, trocken-warmer Standorte
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Wald- und Gehölzsäume auf kalkreichen trockenwarmen Standorten mit Schwerpunkt in der collinen bis submontanen Stufe der Kalkgebirgszüge (Schwäbische und Fränkische Alb, Kyffhäuser etc.) in besonders wärmebegünstigter Lage, z.B. in Südexposition. Oft im Kontakt zu Kalktrocken- und Halbtrockenrasen am Rande von trockenwarmen Eichen- und Buchenwäldern auf Kalkgesteinen.
Bindung an Wald
  • ALPEN: keine Waldbindung in dieser Großregion
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Bupleurum falcatum L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Bupleurum falcatum ssp. falcatum.
  • Name in BiolFlor: Bupleurum falcatum.