Bellis perennis L. (Ausdauerndes Gänseblümchen)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Frische Wiesen u. Weiden, Parkrasen, Gärten, nährstoffanspruchsvoll | R814 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L8 Tx K2 Rx F5- N6 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 8 | Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B. | |
| Temperaturzahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Kontinentalitätszahl | 2 | ozeanisch: Schwergewicht in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa | |
| Reaktionszahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtezahl | 5 | Frischezeiger: Schwergewicht auf mittelfeuchten Böden | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 6 | Mäßigstickstoff- bis Stickstoffreichtumzeiger: zwischen 5 und 7 stehend | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart schwach in Verband: Cynosurion Tx. 1947 | ||
| Hauptvorkommen in Verband: Poion alpinae Oberd. 1950 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Arrhenatherion elatioris W.Koch 1926 | |||
| Biotoptyp |
Artenreiches, frisches Grünland in höheren Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Artenreiches Grünland grundwasserferner Standorte der höheren Lagen (montane bis hochmontane Stufe) der Mittelgebirge und der Alpen; kennzeichnend sind auf Hochlagen beschränkte Arten wie z.B. Bärwurz (Meum athamanthicum), Frauenmantel (Gattung Alchemilla), Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus) u.a.. Bei den Gräsern tritt Glatthafer (Arrhenatherum elatius) zugunsten anderer Arten wie Goldhafer (Trisetum flavescens) zurück. | |
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Artenreiche, frische (Mäh-)Weide in höheren Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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Artenreiches, frisches Grünland in tieferen Lagen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Hierzu gehören die artenreichen, früher allgemein verbreiteten Glatthaferwiesen als Mähwiesen grundwasserferner Standorte mit guter Nährstoffversorgung in tieferen Lagen (planare bis submontane Stufe). Nach Norden verarmen die Bestände und mit zunehmender Höhe tritt ein Wechsel zum Biotoptyp 34.07.02 auf. Auf beweideten Standorten entspricht dies den Weidelgrasweiden. Das artenreiche frische Grünland kommt in vielen Gegenden auch in Kombination mit Streuobst vor (Streuobstwiesen 41.06.01). | ||
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - m: mesohemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | mäßig urbanophil | Art wächst vorwiegend in menschlichen Siedlungen. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) | Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Bellis perennis L..
- Name in Ellenberg/Weber: Bellis perennis.
- Name in BiolFlor: Bellis perennis.
