Vincetoxicum hirundinaria Medik. (Weiße Schwalbenwurz)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Xerothermrasen, Trockengebüsche, TrockenW u. ihre Säume, Steinschuttfluren, basenhold | R6351 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L6 T5 K5 R7 F3- N3 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 6 | Halbschatten- bis Halblichtpflanze: zwischen 5 und 7 stehend, selten bei weniger als 20 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 5 | Mäßigwärmezeiger: in tiefen bis in montanen Lagen vorkommend (Schwergewicht in submontan-temperaten Bereichen) | |
| Kontinentalitätszahl | 5 | intermediär: schwach subozeanisch bis schwach subkontinental | |
| Reaktionszahl | 7 | Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden | |
| Feuchtezahl | 3 | Trockniszeiger: auf trockenen Böden häufiger als auf frischen, auf feuchten fehlend | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 3 | Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Verband: Geranion sanguinei Tx. in Th. Müll. 1961 | ||
| Trennart in Ordnung: Stipetalia (Achnatheretalia) calamagrostis Oberd. et Seib. in Oberd. 1977 | |||
| Hauptvorkommen in Unterverband: Cephalanthero-Fagenion Tx. 1955 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Carpinion Issl. 1931 em Oberd. 1953 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Erico-Pinion Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932 | |||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Stipetalia (Achnatheretalia) calamagrostis Oberd. et Seib. in Oberd. 1977 | |||
| Biotoptyp |
Seggen-Buchenwald (Orchideen-Buchenwald) [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Artenreicher Buchenwald auf basenreichen, gut wasserdurchlässigen flachgründigen Böden des Hügellandes; im nördlichen Bereich (z.B. niedersächisches und hessisches Bergland, Eifel) eher an wärmebegünstigten Süd- bis Westhängen, Kämmen oder Kuppen; weiter südlich (z.B. Fränkische und Schwäbische Alb) an Standorten jeder Exposition; lichte Wälder mit nur langsam- bzw. schlechtwüchsigen Bäumen und ausgeprägter Strauchschicht; artenreiche Krautschicht mit einer Reihe wärme- und lichtbedürftiger Arten, teilweise orchideen- und seggenreiche Ausbildungen. | |
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Natürliche und naturnah entwickelte Blockhalde aus Karbonatgestein [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Natürlich entstandene und naturnahe, Feinerde-arme Halde von Felsblöcken aus Karbonatgestein (z.B. Dolomit). | ||
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Submediterraner Halbtrockenrasen auf karbonatischem oder sonstigem basenreichen Boden, brachgefallen bzw. ungenutzt [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Je nach Ausgangssituation entstehen artenarme Fazies von Brachypodium pinnatum (Fiederzwenke) oder durch Einwanderung von Saumarten der Trifolio-Geranietea arten- und blütenreiche Brachestadien. Die Verbuschung dauert je nach Trockenheit des Standortes mehr oder weniger lange. | ||
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | m: mesohemerob - o: oligohemerob | mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanophob | Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | cs (Konkurrenz-Stress-Strategen) | Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Stress-Strategen. | BF1 |
Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:
-
Vincetoxicum hirundinaria agg.
- Vincetoxicum hirundinaria Medik.
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Vincetoxicum hirundinaria Medik..
- Name in Ellenberg/Weber: Vincetoxicum hirundinaria (officinale).
- Name in BiolFlor: Vincetoxicum hirundinaria.
