Trollius europaeus L. (Europäische Trollblume)

Lebensraum und Ökologie

Standort Feuchte bis nasse Niedermoor- u. Quellwiesen, im Gebirge auch ärmere Fettwiesen u. Staudenfluren R6112
Ökologische Zeigerwerte L9 T3 K5 R6 F7- N5 S0 M- E1
Lichtzahl 9 Volllichtpflanze: nur an voll bestrahlten Plätzen im Freiland, nicht bei weniger als 50 % r. B.
Temperaturzahl 3 Kühlezeiger: vorwiegend in subalpinen Lagen
Kontinentalitätszahl 5 intermediär: schwach subozeanisch bis schwach subkontinental
Reaktionszahl 6 Mäßigsäure- bis Schwachsäure-/Schwachbasenzeiger: zwischen 5 und 7 stehend
Feuchtezahl 7 Feuchtezeiger: Schwergewicht auf gut durchfeuchteten, aber nicht nassen Böden
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 5 Mäßigstickstoffzeiger: mäßig N-reiche Standorte anzeigend, seltener auf N-armen und N-reichen
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Bruch- und Auenwälder
  • Schwerpunktvorkommen: Feuchtwiesen
  • Nebenvorkommen: Frischwiesen und -weiden
  • Nebenvorkommen: Hochstaudenfluren und Gebüsche der Gebirge
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Ordnung: Molinietalia caeruleae W.Koch 1926
Schwerpunktvorkommen in Verband: Calthion Tx. 1937 (montane Ausbildungen)
Hauptvorkommen in Verband: Molinion caeruleae W.Koch 1926
Hauptvorkommen in Verband: Filipendulion Seg. 1966 (Filipendulo-Petasition Br.-Bl. et al. 1947 p.p.)
Hauptvorkommen in der montanen Stufe in Verband: Polygono-Trisetion Br.-Bl. et Tx. ex Marsch. 1947 n. inv. Tx. et Prsg. 1951 (feuchte Ausbildungen)
Hauptvorkommen in Verband: Caricion ferrugineae Br.-Bl. 1931
Biotoptyp Sonstiges extensives Feucht- und Nassgrünland in höheren Lagen
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Montanes bis hochmontanes, artenreiches, oft von Bächen durchzogenes Feucht- und Nassgrünland, häufig von Binsenarten (Juncus spp.) geprägt; typisch sind extensive Beweidung (< 1 GVE/ha), oder extensive Mahd (1- bis 2-maliger Schnitt, später Erstschnitt), geringe Düngung (Erhaltungsdüngung) und weitgehend fehlender Pestzideinsatz. Eine weitere Differenzierung ist v.a. nach Kalkgehalt des Bodens möglich: z.B. Bachdistelwiesen auf kalkreichen Standorten, Silikat-Binsenwiese auf silikatischen Standorten.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • BERGLAND: keine Waldbindung in dieser Großregion
  • TIEFLAND: keine Waldbindung in dieser Großregion
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp c (Konkurrenz-Strategen) Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. BF1

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Trollius europaeus L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Trollius europaeus.
  • Name in BiolFlor: Trollius europaeus.