Teucrium scorodonia L. (Salbei-Gamander)

Lebensraum und Ökologie

Standort Mäßig trockne bis frische, lichte LaubW u. Nadelholzforste u. ihre Ränder, WSchläge, Heiden, Rud.: Bahnböschungen, Wegränder, kalkmeidend R5889
Ökologische Zeigerwerte L6 T5 K2 R2 F4- N3 S0 M- E1
Lichtzahl 6 Halbschatten- bis Halblichtpflanze: zwischen 5 und 7 stehend, selten bei weniger als 20 % r. B.
Temperaturzahl 5 Mäßigwärmezeiger: in tiefen bis in montanen Lagen vorkommend (Schwergewicht in submontan-temperaten Bereichen)
Kontinentalitätszahl 2 ozeanisch: Schwergewicht in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa
Reaktionszahl 2 Starksäure- bis Säurezeiger: zwischen 1 und 3 stehend
Feuchtezahl 4 Trocknis- bis Frischezeiger: zwischen 3 und 5 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 3 Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Schwerpunktvorkommen: Laub- und Nadelwälder saurer, nährstoffarmer Böden
  • Nebenvorkommen: Laub- und Tannenwälder mittlerer Standorte
  • Hauptvorkommen: Staudensäume trockenwarmer Standorte
  • Nebenvorkommen: Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte
  • Nebenvorkommen: Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Verband: Quercion robori-petraeae Br.-Bl. 1932
Trennart in Verband: Pruno-Rubion fruticosi Doing 1962 corr. Oberd. 1983 (Rubion subatlanticum Tx. 1952)
Hauptvorkommen in Verband: Trifolion medii Th. Müll. 1961 (bodensauere Ausbildungen)
Hauptvorkommen in Verband: Genistion Böch. 1943
Hauptvorkommen in Assoziation: Teucrio-Centaureetum nemoralis Th. Müll. 1962
Biotoptyp Eichenwald feuchter bis frischer Standorte
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Von Stieleiche und Traubeneiche dominierte Eichenmischwälder (mit Birken, z.T. Buchen und Kiefern) auf nährstoff- und basenarmen Sandböden; Hauptvorkommen im norddeutschen Flachland.
Wald- und Gehölzsaum kalkarmer, oligo- bis eutropher, trocken-warmer Standorte
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Wald- und Gehölzsäume auf kalkarmen trockenwarmen Standorten mit Schwerpunkt in der collinen bis submontanen Stufe der silikatischen Mittelgebirge in besonders wärmebegünstigter Lage, z.B. in Südexposition. Oft im Kontakt zu silikatischen Trocken- und Halbtrockenrasen am Rande von bodensauren Eichen- oder Eichen-Buchenwäldern.
Wald- und Gehölzsaum kalkarmer, oligo- bis eutropher, frischer bis nasser Standorte
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Auf bodensauren, kalkarmen Standorten meist relativ unauffällige Säume, von Gräsern und Seggen dominiert, teilweise z.B. mit Juncus-Arten, Angelica sylvestris u.a.
Krautige und grasige Säume und Fluren oligo- bis eutropher, trocken-warmer Standorte
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Krautiger oder grasiger Saum oder Flur kalkarmer, oligo- bis eutropher, trocken-warmer Standorte
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Krautige und grasige Säume und Fluren oligo- bis eutropher, frischer bis nasser Standorte
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Krautiger oder grasiger Saum oder Flur kalkarmer, oligo- bis eutropher, frischer bis nasser Standorte
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Birken-Stieleichen-Trockenwald auf Sand
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Von Birken (Betula pendula) und Stieleichen (Quercus robur) dominierte Wälder an trockenen Standorten auf sandigen Böden; überwiegend im Norddeutschen Tiefland.
Bindung an Wald
  • ALPEN: keine Waldbindung in dieser Großregion
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: an Waldrändern und Waldlichtungen
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) mäßig urbanophob Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Teucrium scorodonia L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Teucrium scorodonia.
  • Name in BiolFlor: Teucrium scorodonia.