Teucrium botrys L. (Trauben-Gamander)

Lebensraum und Ökologie

Standort Trockne Felsfluren u. Schotterhalden, skelettreiche Brachen u. Rud.: Steinbrüche, Bahnschotter, Kiesgruben, Weinberge, kalkhold R5880
Ökologische Zeigerwerte L9 T6 K4 R8 F2- N2 S0 M- E1
Lichtzahl 9 Volllichtpflanze: nur an voll bestrahlten Plätzen im Freiland, nicht bei weniger als 50 % r. B.
Temperaturzahl 6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin)
Kontinentalitätszahl 4 subozeanisch: Schwergewicht in Mitteleuropa, z. T. auch in Osteuropa
Reaktionszahl 8 Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend
Feuchtezahl 2 Starktrocknis- bis Trockniszeiger: zwischen 1 und 3 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 2 Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger: zwischen 1 und 3 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Nebenvorkommen: Äcker und kurzlebige Unkrautfluren
  • Nebenvorkommen: Fels-, Mauer- und Geröllfluren außerhalb der Hochgebirge
  • Hauptvorkommen: Trocken- und Halbtrockenrasen
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart schwach in Assoziation: Teucrio botryos-Melicetum ciliatae Volk 1937
Kennart in Ordnung: Sedo-Scleranthetalia Br.-Bl. 1955
Biotoptyp Trockenrasen auf karbonatischem Untergrund
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Submediterraner Trockenrasen auf karbonatischem oder sonstigem basenreichen Untergrund
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Trockenrasen mit submediterranen oder dealpinen Florenelementen und unter submediterran-subatlantischem Klimaeinfluss auf karbonatischen Gesteinen, z.B. Kalken, Dolomiten, Kalkschutt, seltener über basenreichen Vulkaniten oder sonstigem basenreichen Untergrund. Charakteristische Pflanzenarten sind z.B. Niedrige Segge (Carex humilis), Goldaster (Aster linosyris), Berg-Gamander (Teucrium montanum), Heideröschen (Fumana procumbens), Buxblättrige Kreuzblume (Polygala chamaebuxus) im Xerobromion und Seslerio-Xerobromion sowie z.B. Frühblühender Thymian (Thymus praecox), Hügel-Meier (Asperula cynanchica) und Kelch-Steinkraut (Alyssum alyssoides) im Alysso-Sedion. Meist sehr kleinflächig mit Schwerpunkt im Süden Deutschlands auftretend.
Bindung an Wald keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp sr (Stress-Ruderal-Strategen) Übergangstyp zwischen Stress- und Ruderal-Strategen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Teucrium botrys L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Teucrium botrys.
  • Name in BiolFlor: Teucrium botrys.