Silene dioica (L.) Clairv. (Rote Lichtnelke)

Lebensraum und Ökologie

Standort keine Angaben zum Standort
Ökologische Zeigerwerte Lx Tx K4 R7 F6- N8 S0 M- E1
Lichtzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Temperaturzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Kontinentalitätszahl 4 subozeanisch: Schwergewicht in Mitteleuropa, z. T. auch in Osteuropa
Reaktionszahl 7 Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden
Feuchtezahl 6 Frische- bis Feuchtezeiger: zwischen 5 und 7 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 8 ausgesprochener Stickstoffzeiger: zwischen 7 und 9 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Bruch- und Auenwälder
  • Nebenvorkommen: Feuchtwiesen
  • Hauptvorkommen: Frischwiesen und -weiden
  • Hauptvorkommen: Hochstaudenfluren und Gebüsche der Gebirge
  • Hauptvorkommen: nährstoffreiche Stauden- und ausdauernde Unkrautfluren
Bindung an Pflanzengesellschaften Schwerpunktvorkommen in der montanen Stufe in Verband: Polygono-Trisetion Br.-Bl. et Tx. ex Marsch. 1947 n. inv. Tx. et Prsg. 1951
Schwerpunktvorkommen in Verband: Atropion Br.-Bl. 1930 em. Oberd. 1957
Schwerpunktvorkommen in der montanen Stufe in Verband: Arrhenatherion elatioris W.Koch 1926
Schwerpunktvorkommen in der planar-collinen Stufe in Ordnung: Glechometalia hederaceae Tx. in Tx. et Brun-H. 1975
Schwerpunktvorkommen in Ordnung: Adenostyletalia G. et J. Br.-Bl. 1931
Schwerpunktvorkommen in Verband: Filipendulion Seg. 1966 (Filipendulo-Petasition Br.-Bl. et al. 1947 p.p.)
Hauptvorkommen in der planar-collinen Stufe in Verband: Alno-Ulmion Br.-Bl. et Tx. 1943 (Alno-Padion Knapp 1948)
Biotoptyp Gleiskörper
[Rote Liste: # (Gefährdungseinstufung nicht sinnvoll)]
Krautige und grasige Säume und Fluren der offenen Landschaft hypertropher Standorte
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Überwiegend von krautigen Pflanzen aufgebaute Säume und Fluren an Weg-, Wiesen- und Ackerrändern in der offenen Landschaft an sehr nährstoffreichen (hypertrophen), meist eutrophierten Standorten, z.B. im Umfeld von Siedlungen, infolge Gülleausbringung. Häufig arten- oder blütenreiche Restbestände ehemaliger Wald- oder Heckensäume oder ehemaliger, meist viel breiterer Raine extensiv bewirtschafteter Grünland- oder Ackerflächen. Oft mit hohen Anteilen von Stickstoffzeigern, Störzeigern und Ruderalarten in der Vegetation.
Feuchte/nasse Dünentäler, inkl. Dünenmoore [Komplex]
[Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Infolge Windausblasung oder Meerwasserausspülung eingetiefte Täler innerhalb des Dünengürtels an der Küste. Der Grundwasserkontakt bedingt eine Sumpf- oder Moorvegetation, die in Abhängigkeit von Kalk- und Salzgehalt des Bodens variiert.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) mäßig urbanophob Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. BF1
Ökologischer Strategietyp c (Konkurrenz-Strategen) Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Ellenberg/Weber: Silene dioica (Melandrium rubrum).
  • Name in BiolFlor: Silene dioica.