Ranunculus aconitifolius L. (Eisenhut-Hahnenfuß)

Lebensraum und Ökologie

Standort Mont. bis hochmont., feuchte bis sickernasse, staudenreiche Wälder, Hochstaudenfluren an Bächen u. Quellen, Staudenwiesen, nährstoffanspruchsvoll, kalkmeidend R4688
Ökologische Zeigerwerte L6 T4 K2 R5 F8- N6 S0 M- E1
Lichtzahl 6 Halbschatten- bis Halblichtpflanze: zwischen 5 und 7 stehend, selten bei weniger als 20 % r. B.
Temperaturzahl 4 Kühle- bis Mäßigwärmezeiger: zwischen 3 und 5 stehend (v. a. hochmontane und montane Arten)
Kontinentalitätszahl 2 ozeanisch: Schwergewicht in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa
Reaktionszahl 5 Mäßigsäurezeiger: auf stark sauren wie auf neutralen bis alkalischen Böden selten
Feuchtezahl 8 Feuchte- bis Nässezeiger: zwischen 7 und 9 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 6 Mäßigstickstoff- bis Stickstoffreichtumzeiger: zwischen 5 und 7 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Bruch- und Auenwälder
  • Hauptvorkommen: Feuchtwiesen
  • Hauptvorkommen: Hochstaudenfluren und Gebüsche der Gebirge
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in der montanen Stufe in Assoziation: Chaerophyllo-Ranunculetum aconitifolii Oberd. 1952
Schwerpunktvorkommen in der alpinen Stufe in Verband: Adenostylion alliariae Br.-Bl. 1925 (feuchte Ausbildungen)
Hauptvorkommen in Verband: Salicion herbaceae Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926
Biotoptyp Krautige Ufersäume oder -fluren an Gewässern
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Von ausdauernden Kräutern (Stauden) geprägte Säume meist an Fließgewässern, seltener auch an stehenden Gewässern. Dazu gehören an besonnten Gewässerufern blütenreiche Bänder entlang von Bächen und Gräben mit z.B. Ranunculus aconitifolius (Eisenhutblättriger Hahnenfuß), Chaerophyllum hirsutum (Behaarter Kälberkopf), Caltha palustris (Sumpfdotterblume) ebenso wie die hochwüchsigen Staudensäume der Flussufer mit Arten wie Senecio fluviatilis (Flussgreiskraut), Conium maculatum (Gefleckter Schierling), oft überzogen von Schleiern windender Arten; (von Neophyten dominierte Uferstaudenfluren vgl. 39.05). An beschatteten Ufern sind die Ufersäume in der Regel unauffälliger und niedrigwüchsig wie z.B. Bänder von Cardamine amara (Bitteres Schaumkraut). Oft im Kontakt zu zeitweilig trockenfallenden Uferbereichen (23.08, 24.08) auf denen sich geschlossene krautige Vegetation annueller Arten (z.B. Chenopodium rubrum [Roter Gänsefuß], Bidens-Arten [Zweizahn]) ansiedeln können.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: keine Waldbindung in dieser Großregion
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) mäßig urbanophob Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. BF1
Ökologischer Strategietyp cs (Konkurrenz-Stress-Strategen) Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Stress-Strategen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Ranunculus aconitifolius L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Ranunculus aconitifolius.
  • Name in BiolFlor: Ranunculus aconitifolius.