Pulicaria dysenterica (L.) Bernh. (Großes Flohkraut)

Lebensraum und Ökologie

Standort Wechselfeuchte bids nasse Wiesen, Weiden u. Flutrasen, Grünlandbrachen, Rud., lichte Röhrichte, nährstoffanspruchsvoll, salztolerant R4618
Ökologische Zeigerwerte L8 T6 K3 R7 F7w N5 S0 M- E1
Lichtzahl 8 Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B.
Temperaturzahl 6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin)
Kontinentalitätszahl 3 ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend)
Reaktionszahl 7 Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden
Feuchtezahl 7 Feuchtezeiger: Schwergewicht auf gut durchfeuchteten, aber nicht nassen Böden
Feuchtewechsel w Zeiger für starke Feuchtewechsel
Stickstoffzahl 5 Mäßigstickstoffzeiger: mäßig N-reiche Standorte anzeigend, seltener auf N-armen und N-reichen
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Nebenvorkommen: Feuchtwiesen
  • Hauptvorkommen: Kriech- und Trittrasen
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Verband: Agropyro(Elymo)-Rumicion Nord. 1940 em. Tx. 1950 (Agrostion stoloniferae Görs 1966)
Hauptvorkommen in Ordnung: Molinietalia caeruleae W.Koch 1926 (gestörte Ausbildungen)
Biotoptyp Flutrasen
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Von ausläuferbildenden Pflanzenarten ("Kriechrasen": Agrostis stolonifera, Alopecurus geniculatus) beherrschte, meist verdichtete und episodisch vernässte Standorte; primär in tonig-lehmigen Vertiefungen Flutmulden) oder episodisch überfluteten Teilbereichen in den Stromtälern, sekundär auch infolge Tritt und Bodenverdichtung an Viehtränken, beweideten Ufern von Seen und Weihern; bei stärkerer Belastung Übergang zu Biotoptyp 34.09.04. (Trittrasen).
Bindung an Wald keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp cs (Konkurrenz-Stress-Strategen) Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Stress-Strategen. BF1

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Pulicaria dysenterica (L.) Bernh..
  • Name in Ellenberg/Weber: Pulicaria dysenterica.
  • Name in BiolFlor: Pulicaria dysenterica.