Origanum vulgare L. (Gewöhnlicher Dost)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Trockne bis mäßig frische, lichte Eichen- u. KiefernW, Wald- u. Gebüschränder, waldnahe Halbtrockenrasen, Rud.: Straßenränder, Bahnanlagen, basenhold | R3996 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 Tx K3 R8 F3- N3 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Kontinentalitätszahl | 3 | ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend) | |
| Reaktionszahl | 8 | Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend | |
| Feuchtezahl | 3 | Trockniszeiger: auf trockenen Böden häufiger als auf frischen, auf feuchten fehlend | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 3 | Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Ordnung: Origanetalia vulgaris Th. Müll. 1961 | ||
| Hauptvorkommen in Verband: Erico-Pinion Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Mesobromion erecti Br.-Bl. et Moor 1938 em. Oberd. 1957 | |||
| Biotoptyp |
Submediterraner Halbtrockenrasen auf karbonatischem oder sonstigem basenreichen Boden, brachgefallen bzw. ungenutzt [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Je nach Ausgangssituation entstehen artenarme Fazies von Brachypodium pinnatum (Fiederzwenke) oder durch Einwanderung von Saumarten der Trifolio-Geranietea arten- und blütenreiche Brachestadien. Die Verbuschung dauert je nach Trockenheit des Standortes mehr oder weniger lange. | |
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | m: mesohemerob - o: oligohemerob | mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanophob | Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) | Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. | BF1 |
Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Origanum vulgare L..
- Name in Ellenberg/Weber: Origanum vulgare.
- Name in BiolFlor: Origanum vulgare.
