Myosotis scorpioides L. (Sumpf-Vergissmeinnicht)

Lebensraum und Ökologie

Standort Nasse bis feuchte Wiesen, Röhrichte, Grabenränder, BruchW, nährstoffanspruchsvoll R3791
Ökologische Zeigerwerte L7 Tx K5 Rx F8w N5 S0 M- E1
Lichtzahl 7 Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B.
Temperaturzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Kontinentalitätszahl 5 intermediär: schwach subozeanisch bis schwach subkontinental
Reaktionszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Feuchtezahl 8 Feuchte- bis Nässezeiger: zwischen 7 und 9 stehend
Feuchtewechsel w Zeiger für starke Feuchtewechsel
Stickstoffzahl 5 Mäßigstickstoffzeiger: mäßig N-reiche Standorte anzeigend, seltener auf N-armen und N-reichen
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Bruch- und Auenwälder
  • Hauptvorkommen: Feuchtwiesen
  • Hauptvorkommen: nährstoffreiche Gewässer
  • Hauptvorkommen: nährstoffreiche Gewässer
  • Hauptvorkommen: Quellen und Quelläufe
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Verband: Calthion Tx. 1937
Trennart in Verband: Bidention tripartitae Nordh. 1940
Hauptvorkommen in Ordnung: Phragmitetalia W.Koch 1926
Hauptvorkommen in Verband: Alnion glutinosae Malc. 1929
Hauptvorkommen in Verband: Bidention tripartitae Nordh. 1940
Hauptvorkommen in Verband: Calthion Tx. 1937
Hauptvorkommen in Ordnung: Phragmitetalia W.Koch 1926
Hauptvorkommen in Klasse: Molinio-Arrhenatheretea Tx. 1937 (feuchte Ausbildungen)
Biotoptyp Sonstiges extensives Feucht- und Nassgrünland in tieferen Lagen
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Planar bis submontanes, meist ertrag- und artenreiches Feucht- und Nassgrünland, häufig von Binsenarten (Juncus spp.) geprägt; typisch sind extensive Beweidung (< 1 GVE/ha) oder extensive Mahd (1- bis 2-maliger Schnitt, später Erstschnitt), geringe Düngung (Erhaltungsdüngung) und weitgehend fehlender Pestizideinsatz. Flutrasen siehe 35.02.05.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Myosotis scorpioides L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Myosotis palustris (scorpioides).
  • Name in BiolFlor: Myosotis scorpioides.