Moehringia muscosa L. (Moos-Nabelmiere)

Lebensraum und Ökologie

Standort Subalp. sickerfeuchte Steinschuttfluren u. Felsspalten, kalkstet R3749
Ökologische Zeigerwerte L5 T3 K2 R9 F7- N2 S0 M- E1
Lichtzahl 5 Halbschattenpflanze: nur ausnahmsweise im vollen Licht, meist aber bei mehr als 10 % r. B.
Temperaturzahl 3 Kühlezeiger: vorwiegend in subalpinen Lagen
Kontinentalitätszahl 2 ozeanisch: Schwergewicht in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa
Reaktionszahl 9 Basen- und Kalkzeiger: stets auf kalkreichen Böden
Feuchtezahl 7 Feuchtezeiger: Schwergewicht auf gut durchfeuchteten, aber nicht nassen Böden
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 2 Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger: zwischen 1 und 3 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Rasen, Fels- und Geröllfluren des Hochgebirges
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Verband: Cystopteridion J.L.Rich. 1972
Hauptvorkommen in Ordnung: Thlaspietalia rotundifolii Br.-Bl. in Br.-Bl. et Jenny 1926
Biotoptyp Natürlicher und naturnah entwickelter Karbonatfels
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Felsen oder Felswand aus Karbonatgestein, z.B. Dolomit, Kalkschiefer.
Natürliche und naturnah entwickelte Silikatfelsen (ohne Serpentinit)
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Felsen oder Felswände aus Silikatgestein (ohne Serpentinit), z.B. Basalt, Sandstein.
Natürliche und naturnah entwickelte Blockhalde aus Karbonatgestein
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Natürlich entstandene und naturnahe, Feinerde-arme Halde von Felsblöcken aus Karbonatgestein (z.B. Dolomit).
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
  • BERGLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
  • TIEFLAND: keine Waldbindung in dieser Großregion
Hemerobie (menschlicher Einfluss) a: ahemerob - o: oligohemerob ahemerob: Arten der Fels-, Moor- sowie Tundrenregionen in manchen Teilen Europas; in Mitteleuropa nur Teile des Hochgebirges - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Moehringia muscosa L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Moehringia muscosa.
  • Name in BiolFlor: Moehringia muscosa.