Ligustrum vulgare L. (Gewöhnlicher Liguster)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Lichte Gebüsche, Wälder u. ihre Ränder, kalkhold | R3398 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 T6 K3 R8 F4- N3 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 6 | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin) | |
| Kontinentalitätszahl | 3 | ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend) | |
| Reaktionszahl | 8 | Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend | |
| Feuchtezahl | 4 | Trocknis- bis Frischezeiger: zwischen 3 und 5 stehend | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 3 | Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Assoziation: Pruno-Ligustretum Tx. 1952 | ||
| Schwerpunktvorkommen in Verband: Berberidion Br.-Bl. 1950 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Erico-Pinion Br.-Bl. in Br.-Bl. et al. 1939 | |||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Fagetalia sylvaticae Pawl. 1928 (wärmeliebende Ausbildungen) | |||
| Biotoptyp |
Gebüsch trocken-warmer Standorte [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Gebüsche an trockenen, wärmebegünstigten Standorten (oft in hängiger Lage), auf flachgründigen, felsigen oder sandigen Böden, z.B. mit Berberitze (Berberis vulgaris), Felsenmispel (Cotoneaster integerrimus), Felsenbirne (Amelanchier ovalis), Buchs (Buxus sempervirens), Sanddorn (Hippophae rhamnoides) oder Wacholder (Juniperus communis). Oft in Kontakt zu Trockenwäldern (43.08), (Halb-)Trockenrasen (34.01, 34.02), Weinbergen (41.08.01) u.a. | |
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Sonstiges Gebüsch trocken-warmer Standorte [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Sonstige Gebüsche trockener oder wärmebegünstigter Lagen, z.B. mit Felsenbirne (Amelanchier ovalis), Felsenmispel (Cotoneaster integerrimus) oder Sanddorn (Hippophae rhamnoides). | ||
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Hecken mit überwiegend autochthonen Arten [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Lineare, von Gehölzen, überwiegend Sträuchern, gebildete Elemente der Kulturlandschaft, die einer aktuellen Nutzung (Brennholzgewinnung, Einfriedung) oder Pflege (Rückschnitt, Auf-den-Stock-setzen) unterliegen bzw. heute noch erkennbare Spuren einer früheren Nutzung oder Pflege aufweisen. | ||
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Waldmantel frischer Standorte [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Waldmantel mit z.B. Hartriegel (Cornus sanguinea), Hasel (Corylus avellana) oder Schlehe (Prunus spinosa) an Waldrändern frischer Standorte. | ||
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Waldmantel trocken-warmer Standorte [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Waldmantel mit z.B. Berberitze (Berberis vulgaris) oder Liguster (Ligustrum vulgare) an z.B. Waldrändern im Übergang zu natürlichen Waldgrenzstandorten ("Steppenheide": Flachgründigkeit und trocken-warme Standortbedingungen) oder sonstigen trocken-warmen Standorten. | ||
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Brombeergestrüpp auf kalkreichem Untergrund [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
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Vorwald trocken-warmer Standorte [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
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Seggen-Buchenwald (Orchideen-Buchenwald) [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Artenreicher Buchenwald auf basenreichen, gut wasserdurchlässigen flachgründigen Böden des Hügellandes; im nördlichen Bereich (z.B. niedersächisches und hessisches Bergland, Eifel) eher an wärmebegünstigten Süd- bis Westhängen, Kämmen oder Kuppen; weiter südlich (z.B. Fränkische und Schwäbische Alb) an Standorten jeder Exposition; lichte Wälder mit nur langsam- bzw. schlechtwüchsigen Bäumen und ausgeprägter Strauchschicht; artenreiche Krautschicht mit einer Reihe wärme- und lichtbedürftiger Arten, teilweise orchideen- und seggenreiche Ausbildungen. | ||
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Feldgehölz trocken-warmer Standorte [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Feldgehölz trocken-warmer, zumeist flachgründiger oder trocken-sandiger Standorte, z.B. mit Quercus petraea (Traubeneiche), Carpinus betulus (Hainbuche), Acer campestre (Feldahorn), teilweise auch Pinus sylvestris (Kiefer). | ||
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Hecke auf ebenerdigen Rainen oder Böschungen trocken-warmer Standorte [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | mäßig urbanophob | Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | c (Konkurrenz-Strategen) | Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Ligustrum vulgare L..
- Name in Ellenberg/Weber: Ligustrum vulgare.
- Name in BiolFlor: Ligustrum vulgare.
