Lemna trisulca L. (Untergetauchte Wasserlinse)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Mesotrophe Seen, Teiche, Altwasser, Gräben, seltener langsam fließende Gewässer in sauberem, sauerstoffreichem Wasser, im Bergland s | R3339 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 T6 K3 R7 F12- N5 S1 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 6 | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin) | |
| Kontinentalitätszahl | 3 | ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend) | |
| Reaktionszahl | 7 | Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden | |
| Feuchtezahl | 12 | Unterwasserpflanze: ständig oder fast dauernd untergetaucht | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 5 | Mäßigstickstoffzeiger: mäßig N-reiche Standorte anzeigend, seltener auf N-armen und N-reichen | |
| Salzzahl | 1 | salzertragend: meist auf salzarmen bis salzfreien Böden, gelegentlich auf leicht salzhaltigen Böden (0–0,1 % Cl−) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Verband: Lemnion minoris Tx. 1955 | ||
| Biotoptyp |
Offenes Wasserrückhaltebecken mit Dauerstau [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Künstlich angelegte, kleinere Stillgewässer mit Wasserrückhaltefunktion (z.B. Regenrückhaltebecken), die durch den teilweisen Anstau kleiner Fließgewässer oft eine ganzjährige Wasserführung haben und Teichcharakter annehmen; typisch sind unnatürliche Uferstrukturen aufgrund ihrer technischen Funktion und starke Schwankungen der Wasserführung z.B. bei Starkregenfällen. | |
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Flussstausee [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Lange, oft mehrerer Kilometer sich erstreckende, von einem Wehr aufgestaute Gewässer, oft in Verbindung mit einem Flusskraftwerk oder einem Ausleitungskraftwerk; Ufer im Wehrbereich z.T. verbaut; bei Schwallbetrieb des Kraftwerks sehr starke und kurzfristige Wasserspiegelschwankungen; Flussstauseen weisen Merkmale von Fließ- und Stillgewässern auf; Wasser schwach strömend bis fast stagnierend; hohe Sedimentation, Schlammbildung und Verlandung; häufig eutroph. | ||
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Eutrophes Altwasser [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Vom Hauptlauf von Fließgewässern abgetrennte Gewässerabschnitte guter Nährstoffversorgung mit Stillgewässercharakter; meist ehemalige Mäander-Schleifen oder Flutmulden; ein Wasseraustausch mit dem Hauptgewässer findet i.d.R. lediglich bei Hochwasser statt. | ||
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Eutropher Weiher und Flachsee (inkl. naturnahe, eutrophe Teiche) [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Nährstoffreicher Flachsee oder Weiher ohne ausgeprägte Tiefenzone und dauerhafte thermische Schichtung; durch geringe Wassertiefe meist flächendeckende Bestände an submersen Makrophyten bzw. Arten der Schwimmblattzone möglich; hierher gehören auch ehemalige bzw. sehr extensiv genutzte, nährstoffreiche Fischteiche mit naturnaher Entwicklung; Hecht- und Schleisee (für intensive Fischzuchtgewässer vgl. 24.07.02). | ||
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Eutrophes, sich selbst überlassenes Abbaugewässer (naturnah entwickelt) [Rote Liste: V (Vorwarnliste)] |
Künstlich entstandenes, nährstoffreicheres Stillgewässer im Bereich von ehemaligen Abbaubereichen nährstoffreicherer Substrate (Ton, Lehm usw.) mit ungestörter Entwicklung; häufig jedoch +/- unnatürliche Uferstruktur und gegenüber natürlichen Gewässern je nach Entwicklungsstadium mit +/- verarmten Biozönosen. | ||
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Eutropher Tümpel [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Kleinere, flachgründige, nährstoffreiche Stillgewässer, die nur periodisch oder episodisch Wasser führen; hierzu zählen sowohl natürliche temporäre Kleingewässer (abflusslose Senken, Reste verlandeter Weiher usw.) als auch solche anthropogenen Ursprungs (kleinflächige Entnahmestellen von Ton oder Mergel, Reste verlandeter Teiche, Sprengtrichter, ehemalige Viehtränken usw). | ||
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Gräben mit sehr langsam fließendem bis stehendem Wasser [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Künstlich angelegte, rinnenartige Binnengewässer mit ganzjährig oder überwiegend stehendem bis sehr langsam fließendem Wasserkörper, meist mit Be- und/oder Entwässerungsfunktion, teilweise auch zur Grenzmarkierung usw.; typisch sind gerader Verlauf, trapezförmiges Querprofil, teilweise auch künstliche Böschungs- bzw. Sohlbefestigungen; Pflege und Unterhaltung bedingen meist eine gegenüber naturnahen Stillgewässern verarmte Biozönose; Nutzungsaufgabe kann eine Entwicklung hin zu naturnahen Stehgewässern angenäherten Verhältnissen oder eine Verlandung des Gewässers zur Folge haben. | ||
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Graben mit sehr langsam fließendem bis stehendem Wasser mit extensiver Gewässerunterhaltung [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Graben mit überwiegend stehendem bis sehr langsam fließendem Wasserkörper, bei dem sich die Gewässerunterhaltungsmaßnahmen auf abschnittsweise und im mehrjärigen Rhythmus erfolgende Mahd der Ufer- und Unterwasservegetation beschränken. Abschnittsweise Grundräumung erfolgt nur bei sehr starker Vegetationsentwicklung in mehrjährigen Intervallen. | ||
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Graben mit ganzjährigem Fließgewässercharakter [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Künstlich angelegte, rinnenartige Binnengewässer mit ganzjährig oder überwiegend fließendem Wasserkörper, meist mit Be- und/oder Entwässerungsfunktion; typisch sind gerader Verlauf und trapezförmiges Querprofil, teilweise auch künstliche Böschungs- oder Sohlbefestigungen; Pflege und Unterhaltung bedingen meist eine gegenüber naturnahen Fließgewässern verarmte Biozönose; Nutzungsaufgabe kann eine Entwicklung hin zu naturnahen Fließgewässern angenäherten Verhältnissen oder eine Verlandung des Gewässers zur Folge haben. | ||
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Graben mit ganzjährigem Fließgewässercharakter mit extensiver Gewässerunterhaltung [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Graben mit ganzjährigem Fließgewässercharakter, bei dem sich die Gewässerunterhaltungsmaßnahmen auf abschnittsweise und im mehrjährigen Rhythmus erfolgende Mahd der Ufer- und Unterwasservegetation beschränken. Abschnittsweise Grundräumung erfolgt nur bei sehr starker Vegetationsentwicklung in mehrjährigen Intervallen. | ||
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Graben mit ganzjährigem Fließgewässercharakter ohne Gewässerunterhaltung [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Graben mit ganzjährigem Fließgewässercharakter, der der ungestörten Sukzession überlassen ist. | ||
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Altarm [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Vom Hauptlauf von Fließgewässern abzweigende Gewässerabschnitte; meist ehemalige Mäander-Schleifen, die noch eine Anbindung an das Fließgewässer aufweisen. (Altwasser = ohne Anbindung an ein Fließgewässer, vgl. 24.03.02 oder 24.04.02). | ||
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Staustrecke [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Meist künstlich aufgestaute Fließgewässerabschnitte (Regulierung des Abflusses, Energiegewinnung, Mühlenbetrieb, Fischteichwirtschaft etc.) mit (unnatürlich) reduzierter Fließgeschwindigkeit und, mit Annäherung an das Staubauwerk, zunehmendem Stehgewässercharakter; meist frei von submersen Makrophyten. | ||
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Mesotrophe Seen [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Tiefere, natürliche Stillgewässer mit mittlerer Nährstoffversorgung; typisch sind relativ große Sichttiefe und ganzjährig sauerstoffhaltiges Tiefenwasser sowie eine temperaturbedingte Schichtung des Wasserkörpers in Epi- und Hypolimnion im Winter und Sommer unterbrochen von zweimaliger Vollzirkulation (dimiktischer See, Bleisee) bzw. Vollzirkulation nur im Sommer (kalt-monomiktischer See). | ||
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Kalkarmer, mesotropher See [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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Mesotrophe Altwasser [Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Vom Hauptlauf von Fließgewässern abgetrennte Gewässerabschnitte mittlerer Nährstoffversorgung mit Stillgewässercharakter; meist ehemalige Mäander-Schleifen oder Flutmulden an der Terassenkante mit Zulauf nährstoffarmen Wassers; ein Wasseraustausch mit dem Hauptgewässer findet allenfalls bei extremem Hochwasser statt. | ||
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Kalkarmes, mesotrophes Altwasser [Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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Mesotrophe Weiher und Flachseen (inkl. naturnahe, mesotrophe Teiche) [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Natürliche oder naturnahe Stillgewässer ohne Tiefenzone mit mittlerer Nährstoffversorgung und ganzjähriger Wasserführung; typisch sind große Sichttiefen (meist bis zum Grund); hierunter fallen auch künstlich angelegte, sich selbst überlassene und naturnah entwickelte, nährsoffärmere Teiche (z.B. mittelalteriche Teichgebiete, alte Mühlenstaus usw.). | ||
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Kalkarmer, mesotropher Weiher, Flachsee oder naturnaher Teich [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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Mesotrophe, sich selbst überlassene Abbaugewässer [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Künstlich entstandene Stillgewässer mit mittlerer Nährstoffversorgung im Bereich von ehemaligen Sand- oder Kiesgruben bzw. Steinbrüchen und Mergelgruben mit ungestörter Entwicklung; häufig jedoch +/- unnatürliche Uferstruktur und gegenüber natürlichen Gewässern je nach Entwicklungsstadium +/- verarmten Biozönosen. | ||
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Kalkarmes, mesotrophes, sich selbst überlassenes Abbaugewässer [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
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Mesotrophe Tümpel [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Kleinere, flachgründige Stillgewässer mit mittlerer Nährstoffversorgung, die nur periodisch oder episodisch Wasser führen; hierzu zählen sowohl natürliche temporäre Kleingewässer (abflusslose Senken, Reste verlandeter Weiher usw.) als auch solche anthropogenen Ursprungs (kleinflächige Entnahmestellen von Mergel, Reste verlandeter Teiche, Sprengtrichter usw). | ||
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Kalkarmer, mesotropher Tümpel [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Temporär wasserführende, basenarme Kleingewässer mit mittlerer Nährstoffversorgung. | ||
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Eutropher See [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Tiefere, nährstoffreiche, natürliche Stillgewässer; typisch sind geringe Sichttiefen während der sommerlichen Stagnationsphase, hohe Primärproduktion mit typischen Kiesel- und Grünalgenblüten sowie Sauerstoffdefiziten im Tiefenwasser (Hypolimnion), H2S-Bildung möglich; im Gegensatz zum hypertrophen See (vgl. 24.05) während der sommerlichen (Grün-)Algenblüten keine frei verfügbaren, gelösten Nährstoffe (jeweils des limitierenden P oder N) in der Oberflächenschicht (Epilimnion); Zandersee. | ||
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Graben mit sehr langsam fließendem bis stehendem Wasser ohne Gewässerunterhaltung [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Graben mit überwiegend stehendem bis sehr langsam fließendem Wasserkörper, der der Sukzession überlassen ist. | ||
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Graben mit sehr langsam fließendem bis stehendem Wasser mit intensiver Gewässerunterhaltung [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Graben mit überwiegend stehendem bis sehr langsam fließendem Wasserkörper bei dem in der Regel jährlich oder häufiger Gewässerunterhaltungsmaßnahmen, wie Mahd der Ufer- und Unterwasservegetation und Grundräumungen durchgeführt werden. | ||
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Klär- bzw. Schönungsteich [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Künstlich angelegte Stillgewässer, die der Reinigung (Klärteiche) bzw. Nachreinigung (Schönungsteiche) meist kommunaler Abwässer dienen; typisch sind unnatürliche Uferstrukturen, künstliche Ufersicherungen, hohe Konzentrationen an organischen Substanzen bzw. Pflanzennährstoffen und eine hohe Primärproduktion; bei großen Schönungsteichen ist bei extensiver Nutzung oder Nutzungsaufgabe eine Entwicklung hin zu naturnahen Weihern (vgl. 24.04.03) bzw. Verlandungsröhrichten (vgl. 38.) möglich. | ||
| Bindung an Wald | keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet | ||
| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | keine Hemerobiewerte vergeben | ||
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | nicht bewertet | Die Art wurde nicht bewertet. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | - (nicht bewertet) | Die Art wurde nicht bewertet. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Lemna trisulca L..
- Name in Ellenberg/Weber: Lemna trisulca.
- Name in BiolFlor: Lemna trisulca.
