Geum urbanum L. (Echte Nelkenwurz)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Frische Eichen-HainbuchenW, AuenW, an Waldwegen, Rud.: schattige Zäune u. Mauern, nährstoffanspruchsvoll | R2701 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L4 T5 K5 Rx F5- N7 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 4 | Schatten- bis Halbschattenpflanze: zwischen 3 und 5 stehend | |
| Temperaturzahl | 5 | Mäßigwärmezeiger: in tiefen bis in montanen Lagen vorkommend (Schwergewicht in submontan-temperaten Bereichen) | |
| Kontinentalitätszahl | 5 | intermediär: schwach subozeanisch bis schwach subkontinental | |
| Reaktionszahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtezahl | 5 | Frischezeiger: Schwergewicht auf mittelfeuchten Böden | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 7 | Stickstoffreichtumzeiger: an N-reichen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-ärmeren Standorten | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
|
||
| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Ordnung: Glechometalia hederaceae Tx. in Tx. et Brun-H. 1975 | ||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Prunetalia Tx. 1952 | |||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Fagetalia sylvaticae Pawl. 1928 (gestörte, frische Ausbildungen) | |||
| Biotoptyp |
Wald- und Gehölzsäume hypertropher Standorte [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Wald- und Gehölzsäume sehr nährstoffreicher (hypertropher), im Regelfall eutrophierter Standorte, z.B. durch Nährstoffeinträge angrenzender landwirtschaftlicher Nutzflächen (Düngereintrag) oder in Naherholungsgebieten. | |
|
Wald- und Gehölzsaum hypertropher, trocken-warmer Standorte [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Eutrophierter bzw. hypertropher Waldsaum trocken-warmer Standorte, z.B. mit Alliaria petiolata (Knoblauchrauke), Urtica dioica (Große Brennessel) oder Chaerophyllum temulum (Hecken-Kälberkropf); oft im Kontakt zu Robinie (Robinia pseudacacia) infolge Stickstofffixierung in Rebbaugebieten, oder durch Eutrophierung aus trocken-warmen oligo- bis mesotrophen Innen- und Außensäumen z.B. in Naherholungswäldern oder städtischen Wäldern entstanden. Ruderalarten wie z.B. Artemisia vulgaris (Gewöhnlicher Beifuß) können beigemischt sein. | ||
| Bindung an Wald |
|
||
| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanoneutral | keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) | Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Geum urbanum L..
- Name in Ellenberg/Weber: Geum urbanum.
- Name in BiolFlor: Geum urbanum.
