Allium angulosum L.

Lebensraum und Ökologie

Standort Wechselfeuchte, extensiv genutzte Wiesen (bes. Auen) u. Niedermoore, Röhrichte, feuchte Rud., basenhold R284
Ökologische Zeigerwerte L8 T7 K7 R8 F8w N2 S0 M- E1
Lichtzahl 8 Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B.
Temperaturzahl 7 Wärmezeiger: im nördlichen Mitteleuropa nur in relativ warmen Tieflagen
Kontinentalitätszahl 7 subkontinental bis kontinental: zwischen 6 und 8 stehend
Reaktionszahl 8 Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend
Feuchtezahl 8 Feuchte- bis Nässezeiger: zwischen 7 und 9 stehend
Feuchtewechsel w Zeiger für starke Feuchtewechsel
Stickstoffzahl 2 Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger: zwischen 1 und 3 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Feuchtwiesen
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Verband: Cnidion dubii Bal.-Tul. 1965
Schwerpunktvorkommen in Verband: Cnidion dubii Bal.-Tul. 1965
Hauptvorkommen in Verband: Molinion caeruleae W.Koch 1926
Hauptvorkommen in Ordnung: Phragmitetalia W.Koch 1926
Biotoptyp Pfeifengraswiesen (auf mineralischen und organischen Böden)
[Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Durch späte Mahd im September/Oktober (Streumahd) auf wechselfeuchten, ungedüngten Standorten entstandenes artenreiches Grünland mit Pfeifengras (Molinia caerulea); v.a. in den großen Stromtälern und im Gebirge; außerdem Feuchtgrünlandbrachen mit Pfeifengras.
Brenndolden-Auenwiesen
[Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Auenwiesen wechselfeuchter bis -nasser Standorte im Überflutungs- oder Qualmwasserbereich mit Brenndolden-Gesellschaften (Cnidion dubii) und meist extensiver Bewirtschaftung. Verbreitet in Stromtälern unter subkontinentalem Klimaeinfluss; z.B. im Elbtal, im Saale- und Odertal, kleinflächig auch im Oberrhein- und Maintal. Kennzeichnende Arten sind u.a. Cnidium dubium (Brenndolde), Allium angulosum (Kantiger Lauch)oder Gratiola officinalis (Gottes-Gnadenkraut).
Bindung an Wald keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Allium angulosum L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Allium angulosum (acutangulum).
  • Name in BiolFlor: Allium angulosum.