Galium aparine L. (Kletten-Labkraut)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Gebüsche, Hecken- u. Wsäume, AuenW, Äcker, Weingärten, Ufer, Rud., Brachland | R2533 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 T6 K3 R6 Fx- N8 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 6 | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin) | |
| Kontinentalitätszahl | 3 | ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend) | |
| Reaktionszahl | 6 | Mäßigsäure- bis Schwachsäure-/Schwachbasenzeiger: zwischen 5 und 7 stehend | |
| Feuchtezahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 8 | ausgesprochener Stickstoffzeiger: zwischen 7 und 9 stehend | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Klasse: Artemisietea Lohm., Prsg. et Tx. in Tx. 50 | ||
| Schwerpunktvorkommen in Unterklasse: Galio-Urticenea (Pass.1967) Th. Müll. | |||
| Hauptvorkommen in Klasse: Secalinetea Br.-Bl. 1951 (bodenfeuchte Ausbildungen) | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Salicion albae Soo 1930 em. Moor 1958 | |||
| Biotoptyp |
Gleiskörper [Rote Liste: # (Gefährdungseinstufung nicht sinnvoll)] |
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Krautige und grasige Säume und Fluren der offenen Landschaft hypertropher Standorte [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Überwiegend von krautigen Pflanzen aufgebaute Säume und Fluren an Weg-, Wiesen- und Ackerrändern in der offenen Landschaft an sehr nährstoffreichen (hypertrophen), meist eutrophierten Standorten, z.B. im Umfeld von Siedlungen, infolge Gülleausbringung. Häufig arten- oder blütenreiche Restbestände ehemaliger Wald- oder Heckensäume oder ehemaliger, meist viel breiterer Raine extensiv bewirtschafteter Grünland- oder Ackerflächen. Oft mit hohen Anteilen von Stickstoffzeigern, Störzeigern und Ruderalarten in der Vegetation. | ||
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Waldmantel stickstoffreicher, ruderaler Standorte [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Waldmantel mit z.B. Schwarzem Holunder (Sambucus nigra) und Brennnessel (Urtica dioica) in der Krautschicht an stickstoffreichen, ruderalen Standorten. | ||
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Weichholzauenwälder [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Auenwald an Flüssen und Strömen des Tief- und Berglandes mit natürlicherweise regelmäßigen, längerfristigen Überflutungen; zumeist auf kiesig-sandigen, aufgrund der Sedimentation von Schwebstoffen bei Überflutungen nährstoffreichen Standorten mit starken Wasserstandsschwankungen; natürlicherweise sind in der Baumschicht überwiegend schmalblättrige Weiden (Silberweide [Salix alba], Bruchweide [Salix fragilis] und deren Bastarde) und nur vereinzelt Schwarzpappel (Populus nigra) vertreten. | ||
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Waldmantel stickstoffreicher, ruderaler Standorte [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Waldmantel mit z.B. Schwarzem Holunder (Sambucus nigra) und Brennnessel (Urtica dioica) in der Krautschicht an stickstoffreichen, ruderalen Standorten. | ||
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - c: a-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob - p: polyhemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen - polyhemerob: Arten der Sonderkulturen (z. B. Obst, Wein und Ackerfruchtfolgen mit stark selektierter Beikrautflora), Abfalldeponien, Abraumhalden, Trümmerschuttflächen (nur der ersten Sukzessionsstadien, dann Übergang zu a-euhemerob), teilversiegelte Flächen (z. B. gepflasterte Wege, geschotterte Gleisanlagen); Biozönose stark dezimiert; Biotop anhaltend stark verändert. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanoneutral | keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | cr (Konkurrenz-Ruderal-Strategen) | Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Ruderal-Strategen. | BF1 |
Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Galium aparine L..
- Name in Ellenberg/Weber: Galium aparine aparine.
- Name in BiolFlor: Galium aparine.
