Eupatorium cannabinum L. (Gewöhnlicher Wasserdost)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Sickerfrische bis -feuchte AuenW u. ihre Säume, Waldschläge u. -verlichtungen, an Ufern u. Gräben, basenhold, nährstoffanspruchsvoll | R2248 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 T5 K3 R7 F7- N8 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 5 | Mäßigwärmezeiger: in tiefen bis in montanen Lagen vorkommend (Schwergewicht in submontan-temperaten Bereichen) | |
| Kontinentalitätszahl | 3 | ozeanisch bis subozeanisch: zwischen 2 und 4 stehend (in großen Teilen Mitteleuropas vorkommend) | |
| Reaktionszahl | 7 | Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden | |
| Feuchtezahl | 7 | Feuchtezeiger: Schwergewicht auf gut durchfeuchteten, aber nicht nassen Böden | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 8 | ausgesprochener Stickstoffzeiger: zwischen 7 und 9 stehend | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Assoziation: Convolvulo-Eupatorietum cannabini Görs 1974 | ||
| Trennart in Verband: Atropion Br.-Bl. 1930 em. Oberd. 1957 | |||
| Hauptvorkommen in Ordnung: Convolvuletalia Tx. 1950 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Atropion Br.-Bl. 1930 em. Oberd. 1957 | |||
| Biotoptyp |
Wald- und Gehölzsaum kalkreicher, oligo- bis eutropher, frischer bis nasser Standorte [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Meist üppig ausgebildete, von Hochstauden dominierte Staudensäume an Wald- und Gehölzrändern kalk- bzw. basenreicher Standorte, z.B. mit Agrimonia eupatoria (Odermenning), Trifolium medium (Mittlerer Klee), im feuchten Bereich z.B. mit Angelica sylvestris (Waldengelwurz) oder Eupatorium cannabinum (Wasserdost). | |
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Kahlschlag und Flur der Lichtungen auf kalkreichem Standort [Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)] |
Kahlschläge und Lichtungen auf basenreichen oder kalkreichen Standorten mit zumeist sehr artenreicher Hochstaudenvegetation z.B. mit Atropa bella-donna (Tollkirsche), Eupatorium cannabinum (Wasserdost), Cirsium-Arten (Kratzdisteln). Oft folgen dann langlebige von Gräsern oder Seggen (z.B. Carex brizoides) und Binsen (Juncus-Arten) dominierte Sukzessionsphasen. | ||
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - m: mesohemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | mäßig urbanophob | Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | c (Konkurrenz-Strategen) | Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. | BF1 |
Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:
- Eupatorium cannabinum L.
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Eupatorium cannabinum L..
- Name in Ellenberg/Weber: Eupatorium cannabinum.
- Name in BiolFlor: Eupatorium cannabinum.
