Fallopia sachalinensis (F. Schmidt) Ronse Decr. (Sachalin-Flügelknöterich)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | KulturPfl; auch frische bis nasse Bach- u. Flussufer, Wald- u. Gebüschsäume, Rud. | R21797 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L7 T7 K2 R7 F8u N8 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 7 | Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 7 | Wärmezeiger: im nördlichen Mitteleuropa nur in relativ warmen Tieflagen | |
| Kontinentalitätszahl | 2 | ozeanisch: Schwergewicht in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa | |
| Reaktionszahl | 7 | Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger: niemals auf stark sauren Böden | |
| Feuchtezahl | 8 | Feuchte- bis Nässezeiger: zwischen 7 und 9 stehend | |
| Feuchtewechsel | u | Überschwemmungszeiger | |
| Stickstoffzahl | 8 | ausgesprochener Stickstoffzeiger: zwischen 7 und 9 stehend | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | keiner Pflanzengesellschaft zugeordnet | ||
| Biotoptyp |
Neophyten-Staudenflur frischer, feuchter und nasser Standorte [Rote Liste: # (Gefährdungseinstufung nicht sinnvoll)] |
Meist hochwüchsige, von Neophyten beherrschte artenarme Staudensäume an frischen bis nassen Standorten v.a. an Ufern großer Flüsse bis hin zu kleinen Gräben, z.T. flächig auf nassen Grünlandbrachen, an Wegrändern oder auf Schlägen von Au- und Bruchwäldern auftretend. Kennzeichnende Arten sind z.B. die Goldruten (Solidago spp.), Topinambur (Helianthus tuberosus), die mannshohen Knötericharten (Fallopia japonica und F. sacchalinense), Indisches Springkraut (Impatiens glandulifera), Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) und Neubelgien-Aster (Aster novae-belgii). | |
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - c: a-euhemerob - m: mesohemerob - p: polyhemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - polyhemerob: Arten der Sonderkulturen (z. B. Obst, Wein und Ackerfruchtfolgen mit stark selektierter Beikrautflora), Abfalldeponien, Abraumhalden, Trümmerschuttflächen (nur der ersten Sukzessionsstadien, dann Übergang zu a-euhemerob), teilversiegelte Flächen (z. B. gepflasterte Wege, geschotterte Gleisanlagen); Biozönose stark dezimiert; Biotop anhaltend stark verändert. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanoneutral | keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | c (Konkurrenz-Strategen) | Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Fallopia sachalinensis (F. Schmidt) Ronse Decr..
- Name in Ellenberg/Weber: Reynoutria sachalinensis.
- Name in BiolFlor: Fallopia sachalinensis.
