Securigera varia (L.) Lassen (Bunte Beilwicke)

Lebensraum und Ökologie

Standort Mäßig trockne bis frische Gebüsch- u. Trockenwaldsäume, rud. beeinflusste Trocken- u. Halbtrockenrasen, Bahndämme, Steinbrüche, Böschungsansaaten, basenhold R21382
Ökologische Zeigerwerte L7 T6 K5 R9 F4- N3 S0 M- E1
Lichtzahl 7 Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B.
Temperaturzahl 6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin)
Kontinentalitätszahl 5 intermediär: schwach subozeanisch bis schwach subkontinental
Reaktionszahl 9 Basen- und Kalkzeiger: stets auf kalkreichen Böden
Feuchtezahl 4 Trocknis- bis Frischezeiger: zwischen 3 und 5 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 3 Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Nebenvorkommen: halbruderale Queckenrasen trockenwarmer Standorte
  • Hauptvorkommen: Staudensäume trockenwarmer Standorte
  • Nebenvorkommen: Trocken- und Halbtrockenrasen
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Ordnung: Origanetalia vulgaris Th. Müll. 1961
Hauptvorkommen in Verband: Mesobromion erecti Br.-Bl. et Moor 1938 em. Oberd. 1957
Hauptvorkommen in Ordnung: Agropyretalia intermedii-repentis (Oberd. et al. 1967) Müll. et Görs 1969
Hauptvorkommen in Verband: Onopordion acanthii Br.-Bl. 1926
Biotoptyp Krautige und grasige Säume und Fluren der offenen Landschaft oligo- bis eutropher Standorte
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Überwiegend von krautigen Pflanzen aufgebaute Säume und Fluren an Weg-, Wiesen- und Ackerrändern in der offenen Landschaft an nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Standorten. Häufig arten- oder blütenreiche Restbestände ehemaliger Wald- oder Heckensäume oder ehemaliger, meist viel breiterer Raine extensiv bewirtschafteter Grünland- oder Ackerflächen.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • BERGLAND: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • TIEFLAND: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - m: mesohemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) mäßig urbanophob Art kommt vorwiegend außerhalb menschlicher Siedlungen vor. BF1
Ökologischer Strategietyp c (Konkurrenz-Strategen) Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Securigera varia (L.) Lassen.
  • Name in Ellenberg/Weber: Coronilla varia.
  • Name in BiolFlor: Securigera varia.