Asplenium scolopendrium L. (Hirschzunge)

Lebensraum und Ökologie

Standort Sickerfeuchte SchluchtW, Blockschutthalden, schattige Felsen, Mauern u. Lößböschungen, Brunnenschächte, kalkliebend R20663
Ökologische Zeigerwerte L4 T5 K2 R8 F5- N4 S0 M- E1
Lichtzahl 4 Schatten- bis Halbschattenpflanze: zwischen 3 und 5 stehend
Temperaturzahl 5 Mäßigwärmezeiger: in tiefen bis in montanen Lagen vorkommend (Schwergewicht in submontan-temperaten Bereichen)
Kontinentalitätszahl 2 ozeanisch: Schwergewicht in Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa
Reaktionszahl 8 Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend
Feuchtezahl 5 Frischezeiger: Schwergewicht auf mittelfeuchten Böden
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 4 Stickstoffarmut- bis Mäßigstickstoffzeiger: zwischen 3 und 5 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Nebenvorkommen: Fels-, Mauer- und Geröllfluren außerhalb der Hochgebirge
  • Hauptvorkommen: Laub- und Tannenwälder mittlerer Standorte
Bindung an Pflanzengesellschaften Schwerpunktvorkommen in Assoziation: Asplenio-Cystopteridetum fragilis Oberd 1949
Trennart in Assoziation: Aceri-Fraxinetum W.Koch 1926 em. Th.Müll. 1966 (incl. Phyllitidi-Aceretum Moor 1952)
Hauptvorkommen in Klasse: Thlaspietea rotundifolii Br.-Bl. et al. 1947
Biotoptyp Eschen-Ahorn-Schluchtwald bzw. -Hangwald (feucht-kühle Standorte)
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Mischwald in Schluchten bzw. an Hängen mit kühl-feuchten Standortverhältnissen (Luft- und Bodenfeuchtigkeit) und teilweise in Rutschung befindlichen Fels- oder Steinschuttböden; gute Wasserversorgung durch Sicker- und Grundwasser; moos-, flechten- und farnreiche Bodenvegetation.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
  • BERGLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
  • TIEFLAND: keine Waldbindung in dieser Großregion
Hemerobie (menschlicher Einfluss) a: ahemerob - o: oligohemerob ahemerob: Arten der Fels-, Moor- sowie Tundrenregionen in manchen Teilen Europas; in Mitteleuropa nur Teile des Hochgebirges - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp cs (Konkurrenz-Stress-Strategen) Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Stress-Strategen. BF1

Verwandte Taxa ähnlichen Umfangs, denen ggf. Eigenschaften zugeordnet wurden:

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Asplenium scolopendrium L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Phyllitis scolopendrium.
  • Name in BiolFlor: Phyllitis scolopendrium.