Cirsium arvense (L.) Scop. (Acker-Kratzdistel)

Lebensraum und Ökologie

Standort keine Angaben zum Standort
Ökologische Zeigerwerte L8 T5 Kx Rx Fx- N7 S1 M- E1
Lichtzahl 8 Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B.
Temperaturzahl 5 Mäßigwärmezeiger: in tiefen bis in montanen Lagen vorkommend (Schwergewicht in submontan-temperaten Bereichen)
Kontinentalitätszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Reaktionszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Feuchtezahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 7 Stickstoffreichtumzeiger: an N-reichen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-ärmeren Standorten
Salzzahl 1 salzertragend: meist auf salzarmen bis salzfreien Böden, gelegentlich auf leicht salzhaltigen Böden (0–0,1 % Cl−)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Äcker und kurzlebige Unkrautfluren
  • Nebenvorkommen: halbruderale Queckenrasen trockenwarmer Standorte
  • Hauptvorkommen: nährstoffreiche Stauden- und ausdauernde Unkrautfluren
Bindung an Pflanzengesellschaften Schwerpunktvorkommen in Klasse: Artemisietea Lohm., Prsg. et Tx. in Tx. 50
Schwerpunktvorkommen in Klasse: Agropyretea intermedii-repentis (Oberd. et al. 1967) Müll. et Görs 1969
Schwerpunktvorkommen in Klasse: Secalinetea Br.-Bl. 1951
Schwerpunktvorkommen in Klasse: Epilobietea angustifolii Tx. et Prsg. in Tx. 1950
Biotoptyp Kahlschlag und Flur der Lichtungen auf kalkreichem Standort
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Kahlschläge und Lichtungen auf basenreichen oder kalkreichen Standorten mit zumeist sehr artenreicher Hochstaudenvegetation z.B. mit Atropa bella-donna (Tollkirsche), Eupatorium cannabinum (Wasserdost), Cirsium-Arten (Kratzdisteln). Oft folgen dann langlebige von Gräsern oder Seggen (z.B. Carex brizoides) und Binsen (Juncus-Arten) dominierte Sukzessionsphasen.
Frische bis nasse Ruderalstandorte
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Frische bis nasse Ruderalstandorte auf schweren tonigen Böden oder infolge wechselnasser Bedingungen mit niedriger lückiger Vegetation, meist jedoch mit ausgesprochen dichter üppiger Krautschicht mit zahlreichen Stickstoffzeigern; typisch sind z.B. Artemisia vulgaris (Beifuß), Chenopodium album (Weißer Gänsefuß), Urtica dioica (Große Brennessel). In Städten und Dörfern kleinflächig auftretende Ruderalstandorte sind unter 51.02 gefasst.
Junge, sich selbst überlassene oder in Aufschüttung befindliche Schutthalde aus Karbonatgestein
[Rote Liste: * (aktuell kein Verlustrisiko)]
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • BERGLAND: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • TIEFLAND: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
Hemerobie (menschlicher Einfluss) b: b-euhemerob - c: a-euhemerob - m: mesohemerob - p: polyhemerob b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - polyhemerob: Arten der Sonderkulturen (z. B. Obst, Wein und Ackerfruchtfolgen mit stark selektierter Beikrautflora), Abfalldeponien, Abraumhalden, Trümmerschuttflächen (nur der ersten Sukzessionsstadien, dann Übergang zu a-euhemerob), teilversiegelte Flächen (z. B. gepflasterte Wege, geschotterte Gleisanlagen); Biozönose stark dezimiert; Biotop anhaltend stark verändert. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanoneutral keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. BF1
Ökologischer Strategietyp c (Konkurrenz-Strategen) Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Ellenberg/Weber: Cirsium arvense.
  • Name in BiolFlor: Cirsium arvense.