Chenopodium glaucum L. (Graugrüner Gänsefuß)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Frische bis feuchte Rud.: Müll, Dungplätze; überdüngte Äcker, Flussufer, Küstenspülsäume, salztolerant | R1526 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L8 T6 K7 Rx F6- N9 S3 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 8 | Halblicht- bis Volllichtpflanze: Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40 % r. B. | |
| Temperaturzahl | 6 | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger: zwischen 5 und 7 stehend (planar bis collin) | |
| Kontinentalitätszahl | 7 | subkontinental bis kontinental: zwischen 6 und 8 stehend | |
| Reaktionszahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtezahl | 6 | Frische- bis Feuchtezeiger: zwischen 5 und 7 stehend | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 9 | übermäßiger Stickstoffzeiger: an übermäßig N-reichen Standorten konzentriert (Viehlägerpflanze, Verschmutzungszeiger) | |
| Salzzahl | 3 | β-mesohalin (II): meist auf Böden mit geringem Chloridgehalt (0,3–0,5 % Cl−) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Kennart in Assoziation: Chenopodietum rubri Timar 1950 | ||
| Biotoptyp |
Zeitweilig trockenfallende Sandfläche an stehenden Gewässern [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
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Vegetationsarme Kies- und Schotterfläche [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Flächige vegetationslose bzw. -arme Kies- oder Schotterfläche im Bereich von Flussauen und Stillgewässern oberhalb der Mittelwasserlinie (unterhalb der Mittelwasserlinie vgl. 23.08.02 und 23.08.03 bzw. 24.08.02 und 24.08.03), Abbaubereichen, Übungsplätzen; zur Gewährleistung des Pionierbiotopcharakters bedarf es der regelmäßigen Neuentstehung (z.B. im Zuge von Flusslaufverlagerungen) oder Störung (ggf. auch durch extensive Nutzung). | ||
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Vegetationsarme Sandfläche [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Flächige, vegetationslose bzw. -arme Sandfläche im Bereich von Flussauen und Stillgewässern oberhalb der Mittelwasserlinie (unterhalb der Mittelwasserlinie vgl. 23.08.04 bzw. 24.08.04), Abbaubereichen, Übungsplätzen usw. (Küstendünen vgl. 10., Sandstrände vgl. 09.02); zur Gewährleistung des Pionierbiotopcharakters bedarf es der regelmäßigen Neuentstehung (z.B. im Zuge von Flusslaufverlagerungen) oder Störung (ggf. auch durch extensive Nutzung). | ||
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Episodisch trockenfallende Sandfläche an fließenden Gewässern [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
Unterhalb der Linie der mittleren Wasserführung gelegene, teilweise vegetationsfreie bzw. -arme Sandflächen im Uferbereich von Fließgewässern, die zeitweilig trocken fallen können (z.B. in Trockenperioden). Regelmäßige unter Tideeinfluss trocken fallende Sandfläche s. 23.08.04.01. | ||
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Zeitweilig trockenfallende Sandfläche an fließenden Gewässern [Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)] |
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| Bindung an Wald | keine Bindung an Wald oder Taxon nicht bewertet | ||
| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | c: a-euhemerob - p: polyhemerob | a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - polyhemerob: Arten der Sonderkulturen (z. B. Obst, Wein und Ackerfruchtfolgen mit stark selektierter Beikrautflora), Abfalldeponien, Abraumhalden, Trümmerschuttflächen (nur der ersten Sukzessionsstadien, dann Übergang zu a-euhemerob), teilversiegelte Flächen (z. B. gepflasterte Wege, geschotterte Gleisanlagen); Biozönose stark dezimiert; Biotop anhaltend stark verändert. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanoneutral | keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | sr (Stress-Ruderal-Strategen) | Übergangstyp zwischen Stress- und Ruderal-Strategen. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Chenopodium glaucum L..
- Name in Ellenberg/Weber: Chenopodium glaucum.
- Name in BiolFlor: Chenopodium glaucum.
