Acer pseudoplatanus L. (Berg-Ahorn)
Lebensraum und Ökologie
| Standort | Hochmont. bis plan., sickerfrische bis feuchte, lehmige bis schuttreiche LaubmischW, feuchte Rud., Staunässe meidend, nährstoffanspruchsvoll | R15 | |
| Ökologische Zeigerwerte | L4 Tx K4 Rx F6- N7 S0 M- | E1 | |
| Lichtzahl | 4 | Schatten- bis Halbschattenpflanze: zwischen 3 und 5 stehend | |
| Temperaturzahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Kontinentalitätszahl | 4 | subozeanisch: Schwergewicht in Mitteleuropa, z. T. auch in Osteuropa | |
| Reaktionszahl | x | indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden | |
| Feuchtezahl | 6 | Frische- bis Feuchtezeiger: zwischen 5 und 7 stehend | |
| Feuchtewechsel | - | keine Angabe zum Feuchtewechseltyp | |
| Stickstoffzahl | 7 | Stickstoffreichtumzeiger: an N-reichen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-ärmeren Standorten | |
| Salzzahl | 0 | nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!) | |
| Schwermetallresistenz | - | nicht schwermetallresistent | |
| Formation |
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| Bindung an Pflanzengesellschaften | Schwerpunktvorkommen in Verband: Fagion sylvaticae Pawl. 1928 (hochmontane Ausbildungen) | ||
| Schwerpunktvorkommen in Verband: Tilio-Acerion Klika 1955 | (U.V. Acerion pseudoplatani Oberd. 1957 p.p.) | ||
| Schwerpunktvorkommen in Assoziation: Aceri-Fraxinetum W.Koch 1926 em. Th.Müll. 1966 | (incl. Phyllitidi-Aceretum Moor 1952) | ||
| Schwerpunktvorkommen schwach in Verband: Tilio-Acerion Klika 1955 | (U.V. Acerion pseudoplatani Oberd. 1957 p.p.) | ||
| Hauptvorkommen in Verband: Fagion sylvaticae Pawl. 1928 | |||
| Hauptvorkommen in Verband: Alno-Ulmion Br.-Bl. et Tx. 1943 | (Alno-Padion Knapp 1948) | ||
| Biotoptyp |
Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Laubmischwälder mit z.B. Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Bergulme (Ulmus glabra) oder Sommerlinde (Tilia platyphyllos) in Schluchten oder an steileren Hängen, auf feinerdearmen, aber humosen, teilweise noch in Rutschung befindlichen Fels- oder Steinschuttböden; i.d.R. gute Wasserversorgung durch Sicker- und Grundwasser. Eingeschlossen sind auch von hohem Lindenanteil geprägte Mischwälder an trocken-warmen Standorten auf Geröllhalden. | |
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Eschen-Ahorn-Schluchtwald bzw. -Hangwald (feucht-kühle Standorte) [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Mischwald in Schluchten bzw. an Hängen mit kühl-feuchten Standortverhältnissen (Luft- und Bodenfeuchtigkeit) und teilweise in Rutschung befindlichen Fels- oder Steinschuttböden; gute Wasserversorgung durch Sicker- und Grundwasser; moos-, flechten- und farnreiche Bodenvegetation. | ||
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Ulmen- und Ulmen-Hainbuchen-Hangwald (trockener bis frischer Standorte) [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Ulmen-Hangwälder und ulmenreiche Hainbuchenwälder auf erosionsgefährdeten Hangschultern und Oberhängen der planaren (z.B. an findlingsreichen Hängen) bis hochmontanen Stufe, v.a. auf basen- und nährstoffreichen, oft unreifen Böden. | ||
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Eschen- und Eschen-Bergahornwald feuchter Standorte [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Laubmischwälder in niederschlagsreichen Gebieten der collinen bis montanen Stufe, auf tiefgründigen, nährstoffreichen und meist grundwasserzügigen Böden mit überwiegend Esche und Bergahorn in der Baumschicht; natürlicherweise an Hangfüßen oder -mulden, aber auch auf nicht überschwemmten, alluvialen Flusssedimenten; mit gut entwickelter Strauch- und artenreicher (hochstaudenreicher) Krautschicht. | ||
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Subalpiner (hochmontaner) Bergahorn-Buchenwald [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Mischwald mit Buche (Fagus sylvatica), Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und Fichte (Picea abies) auf schutt- und felsdurchsetzten Standorten, meist gut durchfeuchtet; in den Alpen bis an die Waldgrenze heranreichend; hochstaudenreich; oft totholzreich infolge schwieriger forstlicher Nutzung; die Bäume weisen oftmals den durch rutschige Schneelagen bedingten "Säbelwuchs" auf. | ||
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Feldgehölz frischer Standorte [Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)] |
Feldgehölz frischer Standorte, z.B. mit Quercus robur (Stieleiche), Acer pseudoplatanus (Bergahorn), Fagus sylvatica (Rotbuche). | ||
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Laubbaum der offenen Landschaft (ohne Obst- und Nussbäume) [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Solitär stehender, meist angepflanzter einzelner Laubbaum in der offenen Landschaft; teilweise an historisch oder kulturell bedeutsamen Stellen, z.B. Linden (Tilia spp.) oder Eichen (Quercus spp.); auch als typisch tief beastete "Weidbäume" aus extensiv bewirtschafteten Kulturlandschaften bekannt. | ||
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Kopfbaum [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Solitär oder in lockeren Gruppen bzw. Reihen stehende Baumweiden (v.a. Salix alba, Salix fragilis) oder seltener Pappeln, Eschen, Hainbuchen, Ahorn, Linde, Buche, Erle oder Eiche, die in regelmäßigen Abständen zur traditionellen Reisig- oder Laubstreugewinnung auf-den-Kopf-gesetzt oder geschneitelt werden. Diese Verfahren werden heute überwiegend nur im Rahmen entsprechender Pflegemaßnahmen aufrechterhalten. Durch die regelmäßigen Baumschnitte bilden sich vielfältige Strukturen (Höhlungen, grobe Borke, Totholzbereiche) an den Bäumen aus, welche wertvolle Lebensräume für seltene Epiphyten, Pilze, Farne, Flechten, Moose und Fauna (z.B. Höhlenbrüter, Käfer) bieten. | ||
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Montaner Tannen-Fichten-Buchenwald (Nadelbaumanteil > 50 %) [Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)] |
Montaner bis subalpiner Tannenmischwald mit Elementen des Hainsimsen-Buchenwaldes und der natürlichen Fichtenwälder. Der Anteil der Nadelbäume liegt über 50 %. Neben den Hauptbaumarten Tanne (Abies alba), Fichte (Picea abies) und Buche (Fagus sylvatica) tritt regelmäßig Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) und seltener die Esche (Fraxinus excelsior) auf. | ||
| Bindung an Wald |
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| Hemerobie (menschlicher Einfluss) | b: b-euhemerob - c: a-euhemerob - m: mesohemerob - o: oligohemerob | b-euhemerob: Arten der Intensivweiden, -wiesen und -forsten sowie reicher Zierrasen - a-euhemerob: Arten der Ackerfluren mit typisch entwickelter Unkrautflora, des Ansaatgrünlandes, armer Zierrasen, der Intensivforste mit kaum entwickelter Krautschicht, Rieselfelder - mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. | BF1 |
| Urbanität (Bindung an Siedlungen) | urbanoneutral | keine Bevorzugung siedlungsnaher oder siedlungsferner Standorte. | BF1 |
| Ökologischer Strategietyp | c (Konkurrenz-Strategen) | Bäume, Sträucher und krautige Arten mit hoher Konkurrenzkraft, bedingt durch spezifische morphologische und physiologische Eigenschaften und typische Merkmale ihrer Lebensgeschichte. | BF1 |
Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.
Namen in den Ursprungspublikationen:- Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Acer pseudoplatanus L..
- Name in Ellenberg/Weber: Acer pseudoplatanus.
- Name in BiolFlor: Acer pseudoplatanus.
