Carex vesicaria L. (Blasen-Segge)

Lebensraum und Ökologie

Standort Nasse, zeitweilig überflutete Großseggenriede, Ufer u. Verlandungsbereiche von Seen, Tümpeln, Bächen od. Gräben, BruchW, mäßig nährstoffanspruchsvoll R1300
Ökologische Zeigerwerte L7 T4 Kx R6 F9u N5 S0 M- E1
Lichtzahl 7 Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B.
Temperaturzahl 4 Kühle- bis Mäßigwärmezeiger: zwischen 3 und 5 stehend (v. a. hochmontane und montane Arten)
Kontinentalitätszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Reaktionszahl 6 Mäßigsäure- bis Schwachsäure-/Schwachbasenzeiger: zwischen 5 und 7 stehend
Feuchtezahl 9 Nässezeiger: Schwergewicht auf oft durchnässten (luftarmen) Böden
Feuchtewechsel u Überschwemmungszeiger
Stickstoffzahl 5 Mäßigstickstoffzeiger: mäßig N-reiche Standorte anzeigend, seltener auf N-armen und N-reichen
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: nährstoffreiche Gewässer
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart in Assoziation: Caricetum vesicariae Br.-Bl. et Den. 1926
Hauptvorkommen in Verband: Magnocaricion W.Koch 1926
Biotoptyp Nährstoffreiche Großseggenriede
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Großseggenriede nährstoffreicher (eutropher) Standorte sind die am weitesten verbreiteten Seggenrieder. Diese können bei großen Wasserstandschwankungen als bultige Seggenriede mit bis über 50 cm hohen Bulten im Feuchtgrünland und im Randbereich eutropher Gewässer ausgebildet sein. Beispiele sind Seggenrieder der Steifen Segge (Carex elata) oder der Fuchs-Segge (Carex vulpina). Viele nährstoffreiche Seggenrieder mit rasigem Wuchs sind zur Streunutzung geeignet, z.B. Schlanke Segge (Carex acuta), Sumpf-Segge (Carex acutiformis), oder treten als Sukzessionsstadien nach dem Brachfallen von Feuchtgrünland in den nasseren Bereichen auf. In Verlandungszonen eutropher Gewässer gibt es ebenfalls nährstoffreiche Großseegenriede mit rasigem, oft lückigem Wuchs, z.B. mit der Ufersegge (Carex riparia) oder der Blasen-Segge (Carex vesicaria).
Rasiges nährstoffreiches Großseggenried
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Bindung an Wald
  • ALPEN: keine Waldbindung in dieser Großregion
  • BERGLAND: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • TIEFLAND: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp cs (Konkurrenz-Stress-Strategen) Übergangstyp zwischen Konkurrenz- und Stress-Strategen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Carex vesicaria L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Carex vesicaria.
  • Name in BiolFlor: Carex vesicaria.