Carex montana L. (Berg-Segge)

Lebensraum und Ökologie

Standort Lichte, mäßig trockne LaubmischW, ihre Säume, Kiefernforste, Halbtrockenrasen, Silikatmagerrasen, basenhold R1247
Ökologische Zeigerwerte L5 Tx K4 R6 F4- N3 S0 M- E1
Lichtzahl 5 Halbschattenpflanze: nur ausnahmsweise im vollen Licht, meist aber bei mehr als 10 % r. B.
Temperaturzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Kontinentalitätszahl 4 subozeanisch: Schwergewicht in Mitteleuropa, z. T. auch in Osteuropa
Reaktionszahl 6 Mäßigsäure- bis Schwachsäure-/Schwachbasenzeiger: zwischen 5 und 7 stehend
Feuchtezahl 4 Trocknis- bis Frischezeiger: zwischen 3 und 5 stehend
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 3 Stickstoffarmutzeiger: auf N-armen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen, nur ausnahmsweise auf N-reicheren
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Nebenvorkommen: Laub- und Tannenwälder mittlerer Standorte
  • Nebenvorkommen: Staudensäume trockenwarmer Standorte
  • Hauptvorkommen: Trocken- und Halbtrockenrasen
  • Hauptvorkommen: Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte
  • Nebenvorkommen: Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen
Bindung an Pflanzengesellschaften Trennart in der planar-collinen Stufe in Assoziation: Carici-Fagetum Moor 1952
Hauptvorkommen in der planar-collinen Stufe in Assoziation: Galio-Carpinetum Oberd. 1957
Hauptvorkommen in der montanen Stufe in Verband: Mesobromion erecti Br.-Bl. et Moor 1938 em. Oberd. 1957
Hauptvorkommen in der planar-collinen Stufe in Verband: Quercion pubescenti-petraeae Br.-Bl. 1932
Biotoptyp Bodensaurer Buchenwald der planaren bis submontanen Stufe
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Bodensaurer Buchenwald auf mehr oder weniger nährstoff- und basenarmen Silikatverwitterungsböden der planaren bis submontanen Höhenstufe; Hallenwald mit artenarmer und spärlich ausgeprägter Krautschicht aus überwiegend Säurezeigern der Süßgräser, Seggen und Moose; Moder als Humusform.
Seggen-Buchenwald (Orchideen-Buchenwald)
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Artenreicher Buchenwald auf basenreichen, gut wasserdurchlässigen flachgründigen Böden des Hügellandes; im nördlichen Bereich (z.B. niedersächisches und hessisches Bergland, Eifel) eher an wärmebegünstigten Süd- bis Westhängen, Kämmen oder Kuppen; weiter südlich (z.B. Fränkische und Schwäbische Alb) an Standorten jeder Exposition; lichte Wälder mit nur langsam- bzw. schlechtwüchsigen Bäumen und ausgeprägter Strauchschicht; artenreiche Krautschicht mit einer Reihe wärme- und lichtbedürftiger Arten, teilweise orchideen- und seggenreiche Ausbildungen.
Kalk-Kiefernwald auf Schotterflächen und Schwemmkegeln
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Kiefernwald mit i.d.R. lichter, artenreicher Strauch- und Krautschicht auf Schwemmkegeln oder (Kalk)-Schotterflächen mit Vorkommen von Pinus mugo (Bergkiefer) oder Pinus x rhaetica (Hybrid zwischen Bergkiefer und Waldkiefer), z.B. als Schneeheide-Kiefernwald der submontanen bis hochmontanen Stufe ausgebildet.
Sonstiger (wechsel)feuchter Kiefern- bzw. Birken-/Kiefernwald (z.B. auf Mergel)
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Kiefern- und Kiefern-Birkenmischwald auf wechselfeuchten bis wechseltrockenen Mergelstandorten der submontanen bis montanen Stufe. Krautschicht i.d.R. von hochwüchsigen Gräsern geprägt (z.B. Pfeifengras [Molinia caerulea, Molinia arundinacea], Calamagrostis varia [Buntes Reitgras]).
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Weitgehend an Wald gebunden: vorwiegend im geschlossenen Wald
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Carex montana L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Carex montana.
  • Name in BiolFlor: Carex montana.