Carex davalliana Sm. (Davall-Segge)

Lebensraum und Ökologie

Standort Stau- u. sickernasse Nieder- u. Quellmoore, magere Feuchtwiesen, basenhold R1194
Ökologische Zeigerwerte L9 T4 K4 R8 F9- N2 S0 M- E1
Lichtzahl 9 Volllichtpflanze: nur an voll bestrahlten Plätzen im Freiland, nicht bei weniger als 50 % r. B.
Temperaturzahl 4 Kühle- bis Mäßigwärmezeiger: zwischen 3 und 5 stehend (v. a. hochmontane und montane Arten)
Kontinentalitätszahl 4 subozeanisch: Schwergewicht in Mitteleuropa, z. T. auch in Osteuropa
Reaktionszahl 8 Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger: zwischen 7 und 9 stehend, d. h. meist auf Kalk weisend
Feuchtezahl 9 Nässezeiger: Schwergewicht auf oft durchnässten (luftarmen) Böden
Feuchtewechsel - keine Angabe zum Feuchtewechseltyp
Stickstoffzahl 2 Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger: zwischen 1 und 3 stehend
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: nährstoffarme Moore und Moorwälder
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart schwach in Assoziation: Caricetum davallianae Dut. 1924
Biotoptyp Oligo- bis mesotrophe, kalkreiche Niedermoore und Sümpfe
[Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Von kalkreichem Wasser geprägte niedrigwüchsige Sauergrasbestände auf Niedermoorstandorten, Anmooren und Sümpfen; kaltstenotherme Quellsümpfe der Gebirge, durchrieselte Hangvermoorungen (Davallseggensümpfe) und Kopfbinsenrieder (in verschiedenen Ausbildungen vom Gebirge bis ins Flachland).
Oligo- bis mesotrophes, kalkreiches Niedermoor und Sümpfe in höheren Lagen
[Rote Liste: 1! (akut von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Flachmoor oder Sumpf der subalpinen bis alpinen Stufe
[Rote Liste: 3-V (akute Vorwarnliste)]
Flachmoor oder Sumpf meist über kalkhaltigem Untergrund in der subalpinen und alpinen Stufe; von kalkhaltigem Grund- oder Oberflächenwasser gespeist. Lebensraum für kaltstenotherme Arten; meist von niederwüchsigen Grasartigen (Seggen, Wollgräser und Binsen) dominierte lückige Vegetation.
Kalkreiche Sicker- und Sumpfquellen
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Sonstige kalkreiche Sicker- und Sumpfquelle
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Sicker- und Sumpfquelle mit kalkreichem Wasser ohne ausgeprägte Kalksinterbildung, z.B. kalkreiche Quellaustritte in Niedermooren und Sümpfen.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Schwerpunkt im Offenland, aber auch im Wald
  • BERGLAND: keine Waldbindung in dieser Großregion
  • TIEFLAND: keine Waldbindung in dieser Großregion
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Carex davalliana Sm..
  • Name in Ellenberg/Weber: Carex davalliana.
  • Name in BiolFlor: Carex davalliana.