Caltha palustris L. (Sumpf-Dotterblume)

Lebensraum und Ökologie

Standort Sumpfwiesen, Quellen, Bäche, Gräben, Bruch- u. AuenW, nährstoffanspruchsvoll R1008
Ökologische Zeigerwerte L7 Tx Kx Rx F9u Nx S0 M- E1
Lichtzahl 7 Halblichtpflanze: meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30 % r. B.
Temperaturzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Kontinentalitätszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Reaktionszahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Feuchtezahl 9 Nässezeiger: Schwergewicht auf oft durchnässten (luftarmen) Böden
Feuchtewechsel u Überschwemmungszeiger
Stickstoffzahl x indifferentes Verhalten: d.h. weite Amplitude oder ungleiches Verhalten in verschiedenen Gegenden
Salzzahl 0 nicht salzertragend: nur auf Böden ohne Salz (die Zahl „0“ ist bei Berechnungen mit zu verwenden!)
Schwermetallresistenz - nicht schwermetallresistent
Formation
  • Hauptvorkommen: Bruch- und Auenwälder
  • Schwerpunktvorkommen: Feuchtwiesen
  • Hauptvorkommen: nährstoffreiche Gewässer
  • Hauptvorkommen: Quellen und Quelläufe
  • Hauptvorkommen: Quellen und Quelläufe
  • Hauptvorkommen: Quellen und Quelläufe
Bindung an Pflanzengesellschaften Kennart schwach in Verband: Calthion Tx. 1937
Hauptvorkommen in Verband: Alno-Ulmion Br.-Bl. et Tx. 1943 (Alno-Padion Knapp 1948)
Hauptvorkommen in Ordnung: Montio-Cardaminetalia Pawl. 1928
Hauptvorkommen in Verband: Alnion glutinosae Malc. 1929
Hauptvorkommen in Ordnung: Phragmitetalia W.Koch 1926
Biotoptyp Sonstiges extensives Feucht- und Nassgrünland in tieferen Lagen
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Planar bis submontanes, meist ertrag- und artenreiches Feucht- und Nassgrünland, häufig von Binsenarten (Juncus spp.) geprägt; typisch sind extensive Beweidung (< 1 GVE/ha) oder extensive Mahd (1- bis 2-maliger Schnitt, später Erstschnitt), geringe Düngung (Erhaltungsdüngung) und weitgehend fehlender Pestizideinsatz. Flutrasen siehe 35.02.05.
Sonstiges extensives Feucht- und Nassgrünland in höheren Lagen
[Rote Liste: 1-2 (stark gefährdet bis von vollständiger Vernichtung bedroht)]
Montanes bis hochmontanes, artenreiches, oft von Bächen durchzogenes Feucht- und Nassgrünland, häufig von Binsenarten (Juncus spp.) geprägt; typisch sind extensive Beweidung (< 1 GVE/ha), oder extensive Mahd (1- bis 2-maliger Schnitt, später Erstschnitt), geringe Düngung (Erhaltungsdüngung) und weitgehend fehlender Pestzideinsatz. Eine weitere Differenzierung ist v.a. nach Kalkgehalt des Bodens möglich: z.B. Bachdistelwiesen auf kalkreichen Standorten, Silikat-Binsenwiese auf silikatischen Standorten.
Krautige Ufersäume oder -fluren an Gewässern
[Rote Liste: 2-3 (gefährdet bis stark gefährdet)]
Von ausdauernden Kräutern (Stauden) geprägte Säume meist an Fließgewässern, seltener auch an stehenden Gewässern. Dazu gehören an besonnten Gewässerufern blütenreiche Bänder entlang von Bächen und Gräben mit z.B. Ranunculus aconitifolius (Eisenhutblättriger Hahnenfuß), Chaerophyllum hirsutum (Behaarter Kälberkopf), Caltha palustris (Sumpfdotterblume) ebenso wie die hochwüchsigen Staudensäume der Flussufer mit Arten wie Senecio fluviatilis (Flussgreiskraut), Conium maculatum (Gefleckter Schierling), oft überzogen von Schleiern windender Arten; (von Neophyten dominierte Uferstaudenfluren vgl. 39.05). An beschatteten Ufern sind die Ufersäume in der Regel unauffälliger und niedrigwüchsig wie z.B. Bänder von Cardamine amara (Bitteres Schaumkraut). Oft im Kontakt zu zeitweilig trockenfallenden Uferbereichen (23.08, 24.08) auf denen sich geschlossene krautige Vegetation annueller Arten (z.B. Chenopodium rubrum [Roter Gänsefuß], Bidens-Arten [Zweizahn]) ansiedeln können.
Bindung an Wald
  • ALPEN: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • BERGLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
  • TIEFLAND: Krautschicht: Im Wald wie im Offenland
Hemerobie (menschlicher Einfluss) m: mesohemerob - o: oligohemerob mesohemerob: Arten in Forsten mit entwickelter Strauch- und Krautschicht, Heiden, Trocken- und Magerrasen, extensive Wiesen und Weiden - oligohemerob: Arten schwach durchforsteter oder schwach beweideter Wälder, anwachsender Dünen, wachsender Flach- und Hochmoore sowie naturnaher Heiden und Trockenrasen. BF1
Urbanität (Bindung an Siedlungen) urbanophob Art wächst ausschließlich außerhalb menschlicher Siedlungen. BF1
Ökologischer Strategietyp csr (Konkurrenz-Stress-Ruderal-Strategen) Intermediärer Typ, oft Rosettenpflanzen oder kleinwüchsige, ausdauernde Arten, die räumlich-zeitliche Nischen gut nutzen können und meist nur eine mittlere Lebensdauer aufweisen. BF1

Die Quellen der Angaben zu Lebensraum und Ökologie finden Sie unter Datenquellen.

Namen in den Ursprungspublikationen:
  • Name in Rothmaler (Müller et al. 2021): Caltha palustris L..
  • Name in Ellenberg/Weber: Caltha palustris.
  • Name in BiolFlor: Caltha palustris.