Artname / Taxonomie
Datenquellen
Die Taxonomie von FloraWeb entspricht weitestgehend der Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands von WISSKIRCHEN & HAEUPLER 1998. Für die Erstellung dieses Referenzwerks wurde im Rahmen eines vierjährigen F+E-Projektes an der Universität Bochum die Benennung (Nomenklatur) und taxonomische Zuordnung der in Deutschland wildwachsenden und verwilderten Arten nach dem neusten Stand der Forschung überprüft.
Dabei wurden zu jeder Art die für sie existierenden wissenschaftlichen Namen recherchiert und festgelegt, welcher Name als akzeptierter Name zu gelten hat und welche als Synonyme. Zu allen Namen (je ein akzeptierter und eine beliebige Zahl an Synonymen) wurden, sofern möglich, zudem folgende Informationen dargestellt:
- wissenschaftlicher Name der Art nach dem International Code of Botanical Nomenclature
- Name des Wissenschaftlers/Autors (nach international im "Authors of Plant Names" festgelegten Abkürzungen), der diesen Namen vergeben hat (bei der Erstbeschreibung der Art: Typusautor) oder die Gattungszugehörigkeit oder den Rang verändert hat (Kombinationsautor).
- Originalzitat (standardisiert abgekürzt nach Botanico-Periodicum-Huntianum oder Taxonomic Literature und deren Supplementen), in der der letztgenannte Autor die Art beschrieben/umkombiniert hat. Wurden die Angaben am Originalzitat überprüft, sind sie mit einem * gekennzeichnet.
- taxonomische Zusätze und Bemerkungen: Sie dienen der genauen Abgrenzung und Kommentierung eines Namens in einer einheitlichen Kurzform. (z.B. "s.str." = sensu stricto, "s.l." = sensu lato, = die Art ist in einem engen bzw. weiteren Sinne gemeint.) Außerdem werden die Elternarten von Bastarden genannt (z.B. für Salix x rubens: Salix alba x S. fragilis).
- Typus: Nennung des Herbarbelegs einschl. des Herbars (Abkürzungen nach Index Herbariorum) oder des Wuchsortes der Pflanze dieses Beleges (Locus typi) und ggf. von Literaturangaben (vide ...), die dem Namen zugrunde liegen.
- Name in wichtigen Floren: Hier wird wiedergegeben, welchen Namen die Florenwerke von Schmeil-Fitschen, Rothmaler, Oberdorfer, Hegi, die Flora Europaea, sowie die Ehrendorfer-Liste und die Med-Checklist für diese Art gebrauchen. Großbuchstaben für die Florenwerke bedeuten, daß diese den angegebenen Name verwenden, Kleinbuchstaben, daß sie den Namen in einem anderen Sinne benutzen (d.h. Umfang und Inhalt des Namens entsprechen nur teilweise (p.p. = pro parte) der Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands).
Details aus der Buchversion im pdf-Format
- Deutsche Namen: Diese sind, wie oben gesagt, nicht eindeutig und haben daher keine wissenschaftliche Bedeutung. Trotzdem wird für alle Arten nach möglichst einheitlichen Regeln mindestens ein deutscher Name angegeben. Bei mehreren gebräuchlichen Namen wurden auch zwei Namen genannt, wobei der zweite in der Druckversion genannte Namen aus technischen Gründen nicht bei FloraWeb erscheint.
Details aus der Buchversion im pdf-Format
Die Erklärung aller in der Standardliste genannten taxonomischen Fachausdrücke und Abkürzungen (Kap. 3.7 der Buchversion) finden Sie hier im pdf-Format.
Außerdem wird in der Standardliste der floristische Status der Arten angegeben.
Bei den Statusangaben werden folgende Kategorien unterschieden (
Details aus der Buchversion im pdf-Format):
- indigene Arten, die seit jeher bei uns heimisch sind
- Archaeophyten, die bei uns vor 1492 alteingebürgert sind
- Neophyten, die bei uns nach 1492 neueingebürgert sind (z.T. nur lokal)
- unbeständige Arten, die bei uns nicht fest eingebürgert sind (z.T. auch unbeständige
- Hybridsippen) oder in Einbürgerung befindlich sind
- Kulturpflanzen, die bei uns nur angebaut bzw. angepflanzt werden
- Bei manchen Archaeophyt und Neophyten ist fraglich, ob diese evtl. nicht doch indigen
- bzw. archaeophytisch sind

