Ajuga genevensis L. (Heide-Günsel)

Fortpflanzung und Ausbreitung

Reproduktionstyp meist Samen, selten vegetativ [Quelle 14909] 138
Vegetative Ausbreitung immer Wurzelspross 138

Sexuelle Merkmale

Häufigkeitsverteilung der Chromosomenzahlen
Chromosomen Anz. Nachweise
32 3
Details und Metadaten zu einzelnen Nachweisen von Ajuga genevensis L. bei Chromosomenzahlen zur Flora von Deutschland. [Quelle S] S3121
Chromosomenzahl (BiolFlor) 1n = 8
2n = 32
[Quelle 7150] 138
Ploidiegrad tetraploid [Quelle 7150] 138
Bestäubung (Pollenvektoren) in der Regel Insektenbestäubung [Quelle 1] 138
bei ausbleib. Fremdbest. Selbstbestäubung [Quelle 1] 138
Blumentyp (nach Kugler 1970) Eigentliche Lippenblumen 138
Blumenklasse (nach Müller 1881) Hummelblumen 138
Bestäuber Hummeln 138
Belohnung für Bestäuber reichlich Nektar [Quelle 1] 138
Befruchtungstyp fakultativ xenogam Fremdbefruchtung ist die Regel, Selbstbestäubung die Ausnahme. 138
Apomixis n.b. Apomixistyp wurde nicht bewertet. 138
Diklinie (räumliche Geschlechtertrennung) in der Regel synözisch (hermaphroditisch) alle Blüten zwittrig. 138
Dichogamie (zeitliche Geschlechtertrennung) proterandrisch Blüten sind zuerst männlich, später weiblich, Überlappung der Geschlechter unklar. 138
SI-Reaktion selbstkompatibel Selbstbefruchtung führt erfolgreich zum Samenansatz.
[Quelle 15046]
138

Ausbreitung und Keimung

Ausbreitungstyp Autochorie Ausbreitung durch Bewegungen der Mutterpflanzen oder der Diasporen. 138
Fruchttyp Bruchfrucht Trockenfrucht aus einem oder zwei Fruchtblättern, die durch Spaltung falscher Scheidewände quer in mehrere stets einsamige, geschlossen bleibende Teilfrüchte zerfällt, d.h. die Teilfrüchte bestehen nur aus Fragmenten eines oder mehrerer Fruchtblätter. 138
Diasporentyp (Ausbreitungseinheit) Teilfrucht meist einsamiges und geschlossen bleibendes Fragment von Zerfallfrüchten, bestehend aus einem vollständigen Fruchtblatt oder aus Teilen eines oder mehrerer Fruchtblätter. 138
Germinulentyp (Keimungsheinheit) Teilfrucht: nicht heteromorph
immer: Ausbildung nährstoffreicher Anhänge
138

Quellen (vollständige Liste für die Seite Fortpflanzung und Ausbreitung unter Datenquellen):

  • [Quelle S] Paule et al. (2017): Chromosome numbers of the flora of Germany – a new online database of georeferenced chromosome counts and flow cytometric ploidy estimates. Plant Syst. Evol. 303(8):1123-1129, doi:10.1007/s00606-016-1362-y.

    Zusätzlich zu den oben stehenden Angaben bietet das kontinuierlich aktualisierte Portal Chromosomenzahlen zur Flora von Deutschland durchflusszytometrische Ploidiestufen-Messungen, so wie Details zur Sammellokalität, zum untersuchten Pflanzenmaterial, und zur Ursprungspublikation.

  • [Quelle 14909] Krumbiegel, A. (2002): Morphologie der vegetativen Organe (außer Blätter). In: Klotz, S., Kühn, I., Durka, W. (Hrsg.) BiolFlor - Biologisch-ökologische Daten zur Flora Deutschlands, S. 1-2, Bonn
  • [Quelle 7150] Oberdorfer, E. (1983): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Ulmer, Stuttgart
  • [Quelle 1] Knuth, P. (1898): Handbuch der Blütenbiologie. Leipzig
  • [Quelle 15046] Owens, S.J., Ubera-Jimenez, J.L. (1992): Breeding systems in Labiatae. In: Harley, R.M., Reynolds, T. (Hrsg.) Advances in Labiatae Science, S. 257-280, Kew, London

Namen in den Ursprungspublikationen: