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Auszug aus:
Kartierung der submersen Makrophyten im Fühlinger See/Köln. 1. Teilabschnitt 2003 Nadelkraut als Beispiel eines sich etablierenden
Neophyts Spätestens seit 1995 kommt dieser Neophyt im Fühlinger See vor. Er
hat im Bereich des westlichen und südlichen Ufers des See 5 eine dominante
Stellung eingenommen und drängt in weiten Bereichen andere Vegetation
zurück. Unter den Pflanzenbeständen des Ostufers ist Nadelkraut in kleiner Zahl festzustellen. Es beginnt
sich dort vom Ufer her auszubreiten. Im See
6 gilt dies auch für das Nordufer. In diesen Bereichen hat es nicht nur
zuvor bestehende hochwachsende Pflanzenwälder verdrängt, sondern auch die
Characeen. |
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| Abb. 5 a
& b: Vorkommen von Crassula helmsii im direkten Uferbeeich. Trockenfallen großer Bestände bei Niedrigwasser. |
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Beim
Nadelkraut kommt jedoch eine der Einschränkungen der Kartierungsmethode
zum tragen. Vorkommen in unmittelbarer Ufernähe lassen sich, vor allem wenn
sie durch Pflanzenwälder verdeckt sind, nur schwer von Gerätetauchern
kartieren. Das gleiche gilt für kleine Bestände, die, wie beobachtet,
durchaus am Grund bestehender Pflanzenwälder existieren
können. |
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Hypothese zur Ausbreitung des Nadelkrautes innerhalb und
außerhalb des Fühlinger Sees Aufgrund der Beobachtungen der letzten Jahre könnte die
Ausbreitung des Nadelkrautes nach folgenden Muster abgelaufen
sein. Von
Wasservögeln, Fischen oder Menschen abgerissene Sprossstücke treiben an
der Wasseroberfläche. Dies ist während der Badesaison häufig
festzustellen. Durch den Wind verdriftet, landen sie an anderen
Uferabschnitten an. Dort wiederholt sich der beschriebene Vorgang aufs
neue. Funde am See 1 zeigen (Grafikseite), dass sich Nadelkraut dort in Massenbeständen
im Flachwasser etabliert hat. Zugleich dringen Einzelpflanzen vertikal in
tiefer liegende Bestände vor. Dieses
terrestrische Reservoir muss bei eventuell geplanten Bekämpfungsversuchen
unbedingt berücksichtigt werden, soll überhaupt Aussicht auf Erfolg
bestehen. Klimatische Anpassungen des Nadelkrautes scheinen angesichts der
Ausbreitungsdynamik in Großbritannien nicht mehr notwendig zu
sein. Im
vorliegenden Fall des bislang noch isoliert liegenden Vorkommens im
Fühlinger See könnte aber die für eine Weiterverbreitung in weitere
Gewässer des nahen und fernen Umlandes notwendige „infection size“ des
Bestandes nunmehr erreicht sein. |
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