| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Frank Klingenstein
Anmeldedatum: 28.08.2002 Beiträge: 7 Wohnort: Konstantinstr. 110, 53179 Bonn
|
Verfasst am: Do 29 Aug, 2002 09:39 Titel: Lysichiton americanus (Amerikanischer Riesenaronstab) |
|
|
| Wer hat Informationen zu dieser Pflanze, insbesondere Erfahrungen mit ihrer Bekämpfung? |
|
| Nach oben |
|
 |
Erik Welk
Anmeldedatum: 08.01.2004 Beiträge: 1
|
Verfasst am: Do 08 Jan, 2004 16:13 Titel: |
|
|
Die neuesten Einbürgerungen werden aus der Schweiz, aus dem Naturschutzgebiet Meienmoos bei Burgdorf (611650/211750) gemeldet. Am 28. Mai 2003 wurden zirka 100 Exemplare festgestellt, die sich
bereits innerhalb und ausserhalb des Schutzgebietes ansiedeln konnten! In der Nähe der alten, blühfähigen Pflanzen konnten zahlreiche aus Samen gekeimte Jungpflanzen angetroffen werden. Da das Vorkommen bis jetzt noch isoliert ist, wird angenommen, dass auch dieser Bestand aus einer illegalen Anpflanzung stammt.
Grüsse Erik Welk, Halle. |
|
| Nach oben |
|
 |
Dr. Volkmar Weiss
Anmeldedatum: 25.10.2003 Beiträge: 3 Wohnort: Leipzig
|
Verfasst am: Mi 29 Sep, 2004 21:16 Titel: Die Scheinkalla in British Columbia |
|
|
Diesen Urlaub waren wir in British Columbia und wir haben einen Monat lang im südlichen Teil des Landes unterschiedliche Lebensräume kennengelernt. Lysichiton americanus ist dort eine eindrucksvolle und verbreitete Art, die aber an schlammigen Boden gebunden ist und schon einen Meter neben dem Schlamm nicht mehr vorkommt. Schon aus diesem Grund kann es sich bei der Art um keinen aggressiven Neophyten handeln, der überall hin eindringt. So weit ich es beurteilen kann, ist die ökologische Nische, die die Art in Nordamerika besetzt hat, in Mitteleuropa weitgehend leer, zumindest nicht in solcher Weise besetzt. Für das Wild und die Indianer ist und war die Art in Nordamerika von einigem Wert. Da die Art bei uns über den Versandhandel der Gärtnereien mühelos als Zierpflanze von jedermann bezogen werden kann, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Fundortmeldungen häufen werden. Die Ökologie wird dadurch bei uns nicht zusammenbrechen.
Dr. Volkmar Weiss
http://www.volkmar-weiss.de |
|
| Nach oben |
|
 |
Doris
Anmeldedatum: 10.07.2005 Beiträge: 2 Wohnort: furth im wald
|
Verfasst am: So 10 Jul, 2005 16:42 Titel: RiesenAronstab auch bei uns im Bayrischen Wald |
|
|
ich beobachte seit ca. 15 Jahren in einem Waldgebiet nahe unserer Stadt (Furth im Wald) diese Pflanze.
bis vor etwa 10 Jahren hat sich der Aronstab in einem Feuchtgebiet mitten im Wald stark vermehrt, dann plötzlich entwickelte er sich an dieser Stelle von selbst zurück.
Mittlerweile ist er allerdings, ca. einen halben Kilometer entfernt, im selben Waldgebiet zu finden, wo er sich wiederum seit ein paar Jahren stark weiter vermehrt. Momentan kann man an diesem (neuen) Standort etwa 100-150 Pflanzen zählen. Am alten Standort hab ich keine mehr gesehen.
bin gespannt, ob die Pflanze von dieser Stelle auch wieder verschwindet und vor allem wohin sie dann wandern wird. |
|
| Nach oben |
|
 |
Gregor Dietrich
Anmeldedatum: 24.10.2005 Beiträge: 4 Wohnort: Wien
|
Verfasst am: Mo 24 Okt, 2005 11:24 Titel: invasiv |
|
|
| Tatsächlich kann ich mir auch kaum vorstellen, daß diese Art invasiv ist, habe ich sie doch aus meinen Gartenzeiten als schwierig zu etablieren in Erinnerung. Wenn, dann können allerdings doch einige gefährdete Arten verdrngt werden. In Östösterreich böte sich an solchen Standorten die vom Aussterben bedrohte Polei-Minze (Mentha pulegium) an, die gefährdete Bidens radiata etc, heliophile Pflanzen, die die Beschattung des großen Laubes nicht ertragen können. Wenn die Art jedoch in bewaldeten Lebensräumen bleibt, so wird der Effekt möglicherweise gering bleiben. |
|
| Nach oben |
|
 |
|